Nissan Patrol: Vom Geländewagen zum SUV

Der Nissan Patrol musste in den letzten Jahren eine Entwicklung mitmachen, die schon viele Offroader vor ihm durchlebt haben. Seit 1951 im Einsatz war der Nissan neben z.B. Defender und G-Klasse ein Inbegriff für einen puren Geländewagen. Leiterrahmen, Starrachsen und zuschaltbarer Allradantrieb charakterisierten seine Fähigkeit so ziemlich jedes Hindernis ohne Probleme zu überwinden. Im vergangenen Jahr änderte sich jedoch der Fokus und auch der Patrol folgte dem Trend zum SUV, welches für den Einsatz auf der Straße ausgelegt ist.

In Europa startete die Geschichte des Nissan Patrol mit der Generation 160. Interessant für Gebrauchtwagenkäufer ist besonders die Version Gr Y61, die zwischen 1997 und 2009 verkauft wurde. In dieser Zeit gab es erstmals ein Automatikgetriebe für den Patrol und der Geländewagen wurde zwei Facelifts unterzogen.

Die Motorenpalette des Nissan-Offroader umfasst einen Motor. Zu Beginn der Baureihe wurde der Patrol von einem 2,8-Liter-Diesel mit 130 PS angetrieben, später wurde dieser Motor durch einen 3-Liter-Selbstzünder mit 158 PS ersetzt. Der Diesel entwickelt zwar stolze 345 Nm Drehmoment, was sich in der Praxis als doch zu wenig herausstellt. An einem schnellen Start hindert den Nissan Patrol neben dem optionalen Automatikgetriebe auch das hohe Eigengewicht. Wuchtige 2,5 Tonnen Leergewicht bringt der Geländewagen auf die Waage, was im Umkehrschluss zu hohen Verbrauchswerten führt. Auch im alltäglichen Fahrverhalten merkt man dem Nissan noch seine Offroad-Wurzeln an, die man keinesfalls mit einem heutigen SUV vergleichen sollte. Dynamik und Fahrkomfort sind absolute Fremdworte, neben der Straße entfaltet der Patrol erst seine wahren Fähigkeiten.

Hier punktet er mit Differentialsperren und Reduktionsgetriebe, mit eingeschaltetem Allrad geht es fast überall hin. Doch auch das Platzangebot des Geländewagens sollte man nicht unterschätzen. Sieben Personen finden Platz, der Kofferraum ist variabel und Zuladung und Anhängelast sind hoch. Außerdem hat man eine gute Übersicht und die Ausstattung im Interieur ist erstaunlich luxuriös für einen Geländewagen. Das Angebot für die Geländewagen ist überschaubar, die Preise beginnen selbst bei hohen Kilometerleistungen bei 5.000 Euro. Ein neueres Modell kostet gut und gerne noch bis zu 18.000 Euro.

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