Nissan will Position in Europa stärken

Nach Ansicht einiger Fahrzeughersteller hat die Krise auf dem europäischen Neuwagenmarkt die Talsohle durchschritten und beginnt die ersten zaghaften Schritte aufwärts. Auch Nissan zeigt offenbar diesen Optimismus und drängt mit neuem Design, neuen Modellen und höherer Qualität auf den sich langsam erholenden Markt in der Alten Welt.

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Nissan will sich künftig stärker auf dem europäischen Markt positionieren Foto: © O. Fischer/pixelio.de

 

An die Spitze der Japaner in Europa

Thomas Hausch, der Geschäftsführer der japanischen Schwester des französischen Fahrzeugherstellers Renault in Europa, hat ehrgeizig Ziele. In den kommenden zwei Jahren soll sich Nissan zum Vorreiter der japanischen Fahrzeughersteller auf dem gesamteuropäischen Markt emporschwingen. Doch Nissan hat harte Konkurrenz. Auch Toyota und Hyundai haben dieses hohe Ziel. Im Gegensatz zu vielen anderen Fahrzeugherstellern setzt Nissan dabei nicht aufs Sparen, sondern auf die Strategie des „Mehr“.

Mehr Modelle, breiteres Portfolio, höhere Qualität

Das ehrgeizige Ziel will der Konzern unter anderem mit mehr Modellen erreichen. Nicht weniger als 15 neue Modelle wollen die Japaner bis 2016 auf den Markt werfen. Zudem soll die Produktpalette bedeutend erweitert werden, um Nissan, bislang ein Fahrzeughersteller für wenige Nischen, stärker in anderen Segmenten zu positionieren. Vor allem Volkswagen will Nissan mit einem Passat- und einem Golf-Konkurrenten angreifen. Auch von dem Vorurteil der japanischen Billigautos will sich Nissan lösen. Wohin die Reise gehen soll, ist schon im neuen Note und dem Leaf zu erkennen. Hier haben sich die Japaner Hilfe von den Briten geholt und punktet nun mit guter Verarbeitung und angenehmen Oberflächen.

Baukasten-System

Um dies alles zu erreichen, wird allerdings die Individualität weichen müssen und vermutlich das Rückrufrisiko steigen. Denn Nissan führt ebenfalls das Baukastensystem ein, um das Vorhaben zu stemmen. Das neue System der variablen Bauteile lehnt sich an das bestehende Baukastensystem Renaults an.So können neue Nissan-Modelle auch in französischen Werken neben neuen Renaults gefertigt werden.

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