Öko-Labels und Einstufung nach Energie-Effizienz für Neuwagen

Bei grün darfst du gehen und bei rot bleibst du stehen, bei grün in dem Fall aber fahren…

…denn mit dem heutigen Tag ist es offiziel, Neuwagen müssen absofort ganz Kühlschrank-Like mit einem Label für ihre Energie-Effizienz gekennzeichnet sein. Dabei werden sie unterteilt in Klassen, von Grün, A+ (sehr effizient) bis Rot, G (weniger effizient). Sinvoll oder nicht? Da scheiden sich die Geister, denn das Hauptproblem dabei ist, dass es bei der Einstufung in die einzelnen Klassen nicht auf den reinen CO2-Ausstoß ankommt, sondern hauptsächlich auf das Gewicht des Autos. Das heißt: Umso schwerer das Auto ist, umso leichter wird es in der jeweiligen Klasse, die beste Energie-Effizienz und Einstufung zu erreichen. Eigentlich ist diese Regelung total unsinnig, denn im Grunde genommen würde das heißen, das ein großer und schwerer Geländewagen in eine bessere Klasse eingestuft wird, wie ein sparsamer Kleinwagen. Bestes Beispiel hierfür ist der Smart mit einem CO2-Ausstoß von 86 Gramm pro Kilometer. Der arme Kerl würde aufgrund seines Gewichts, auf die gleiche Stufe mit einem BMW X6, der immerhin 236 Gramm pro Kilometer in die Umwelt hustet, gestellt werden. Das kann natürlich nicht Sinn der Sache sein. Ziel der Klassifizierung war es Autokäufer anzusprechen und ihnen verbrauchsarme Autos schmackhaft zu machen. Dieses Ziel scheint nun schon am Anfang verfehlt worden zu sein, der Schadstoffausstoß sollte dabei in jedem Fall mehr mit einbezogen werden, sonst geht Öko-Label-Maßnahme mal völlig nach hinten los.

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