Opel Agila: Quadratischer Familientransporter

Mit dem Konzept eines Microvans vereint Opel mit dem Agila das Platzangebot eines kleinen Vans auf der kleinen Fläche eines Opel Corsa. So entsteht in der ersten Generation durch das extreme Verhältnis von Länge zu Höhe fast der Eindruck eines quadratischen Autos. In der zweiten Generation wurde der Wagen optisch deutlich überarbeitet und ist nun ein sicherer und preiswerter Kleinwagen mit großem Platzangebot.

Von 2000 bis 2007 wurde mit dem Agila A die erste Generation des Microvans in Polen gebaut. Im Design des Wagens dominierte die Funktionalität und so konnte die kantige erste Generation kaum überzeugen. Mit dem Erscheinen der zweiten Generation (Agila B) im Jahr 2008 passte man den Kleinsten der Opel-Modellpalette an die konzerneigene Designlinie an und gestaltete die Formen wesentlich dynamischer. Dieser Eindruck wurde durch eine Verlängerung der Karosserie bei gleichzeitiger Kürzung der Höhe noch unterstützt.

Im Innenraum kann der Agila der zweiten Generation besonders durch großzügiges Platzangebot bei vergleichsweise kleiner Fläche überzeugen. Vier Personen finden angenehme Platzverhältnisse vor, die eingetragene fünfte Person ist allerdings eine theoretische Größe, da der Platz im Fond nicht vorhanden ist. Trotzdem bleiben im Kofferraum 225 Liter Platz, eine Größe, die genau für einen Kinderwagen ausreichen soll. Durch umklappen der Rücksitze kann der Stauraum auf bis zu 1050 Liter vergrößert werden.

Im Alltag profitiert der Fahrer besonders von seiner hohen Sitzposition. Nachteil des hohen Fahrzeugaufbaus ist die große Seitenneigung in Kurven. Doch als Sportgerät taugt der Agila auch durch sein komfortables Fahrwerk nicht. In der Sicherheit wurde bei Opel gespart. Zwar sind ABS, Front- und Seitenairbags Standard, ESP und Kopfairbags kosten in den meisten Modellen einen happigen Aufpreis. Besonders mit dem Wechsel zur zweiten Generation hat sich in der Motorenpalette einiges getan. Seit 2008 ist als sparsame Alternative für die Stadt ein Dreizylinder-Benziner mit einem Liter Hubraum und 65 PS erhältlich. Etwas stärker und drehfreudiger ist der 1,2-Liter-Vierzylinder mit 86 PS. Als einzige Diesel-Alternative steht ein 1,3-Liter-CDTI mit 75 PS im Programm, der allerdings aufgrund eines hohen Anschaffungspreises nicht sehr verbreitet ist.

In puncto Zuverlässigkeit macht der Agila durch beide Generationen hindurch einen soliden Eindruck. Absehen sollte man von den ersten Baujahren 2000 und 20001. Hier machten Motorschäden, Elektronikprobleme und Kraftübertragung den Käufern oft einen Strich durch die Rechnung. Ein weiteres großes Problem ist die Öldichtigkeit, die in jedem Fall vor dem Kauf geprüft werden sollte.

Preislich gibt es für den kleinsten Opel Angebote zwischen 2000 und 10000 Euro. Besonders günstig kommt man an einen Basisbenziner der Baujahre 2003 und 2004. Der Aufpreis für den Diesel ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt nicht mehr so groß wie in der Neuanschaffung, weshalb ein Selbstzünder durchaus als Alternative in Betracht kommt.

Opel Agila: Quadratischer Familientransporter
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