Opel Astra: Qual der Wahl

20 Jahre, vier Modellgenerationen und zahllose Variationen. Bei dem Golf-Konkurrenten aus Rüsselsheim hat man die Wahl und muss genau darauf achten, welche Variante sich wirklich lohnt. Besonders Augenmerk soll hier auch die dritte Baureihe namens Opel Astra H liegen, da es auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein großes Angebot an dem soliden Wagen gibt. Die große Auswahl drückt gleichzeitig den Preis, weshalb der Astra eine günstige Alternative zum Golf in der Kompaktklasse ist.

Zwischen insgesamt sechs Modellvarianten kann man sich als Astra-Käufer entscheiden. Neben der fünftürigen Limousine stehen ein Kombi namens Caravan, ein dreitüriges Schrägheckmodell „GTC“, ein „TwinTop“-Cabrio, ein Stufenheck namens „Sedan“ und ein Lieferwagen auf Basis des Astra in der Modellpalette von Opel. Besonders beliebt und teuer ist hierbei die Kombiversion, die mit großem Platzangebot glänzt. Bis zu 1500 Liter Gepäck passen in den Kofferraum des Caravan. Doch auch im direkten Vergleich zum Golf müssen sich die anderen Karosserievarianten nicht verstecken. So fasst die Limousine 370 Liter und damit minimal mehr als der Wolfsburger.

Als Generation empfiehlt sich aufgrund der gestiegenen Qualität die dritte Baureihe. Hier wirken die Innenraummaterialien wertig und die Verarbeitungsqualität ist gut. Im Fahrverhalten punktet der Opel mit direkter Lenkung und bequemen Sitzen. Das Fahrwerk ist dagegen relativ straff geraten, weshalb der Komfort auf Langstrecken leidet. Die Ausstattung des Opel ist sehr gut. Neben ABS und sechs Airbags sind auch ESP und diverse Assistenten inklusive. So erklärt sich auch das gute Ergebnis des Astra im Crashtest.

In der Motorenpalette stehen insgesamt zwölf Benziner und zehn Diesel mit 1,3 bis 2 Litern Hubraum zur Auswahl. Unter den Benzinmotoren sollte man zum 1,6-Liter-Motor greifen, der einen guten Kompromiss aus Leistung und Verbrauch bietet. Für Langstreckenfahrer lohnt sich dagegen einer der Selbstzünder. Hier kann man bedenkenlos zu den einem der langlebigen Dieselmotoren greifen. Für sportliche Fahrer ist außerdem eine OPC-Version mit 2-Liter-Turbomotor und 240 PS im Programm.

Beim Thema Zuverlässigkeit gilt: Je jünger, desto haltbarer. Besonders die frühen Baujahre leiden unter Rostschäden, defekter Lenkung und Ölverlust. Neuere Modelle sind dagegen weitestgehend ohne Mängel. Bei Kauf eines Gebrauchtwagens lohnt sich ein genauer Blick auf die jeweilige Ausstattung des Wagens, da hier je nach Modell deutliche Unterschiede zu verzeichnen sind. Die dritte Generation beginnt bei Baujahr 2004 und knapp 4000 Euro und geht bis zum Spitzenmodell OPC, welches mit Baujahr 2007 noch 12000 Euro kostet. Preisaufschläge muss man für Dieselmotoren und das Kombimodell einplanen.

Opel Astra: Qual der Wahl
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