Opel Omega: Günstig in die Oberklasse

Im Jahr 2003 verließ der letzte Opel Omega das Werk in Rüsselsheim, heute gibt es den gebrauchten Wagen der oberen Mittelklasse bereits zu Schnäppchenpreisen. Der Omega erschien 1986 als Nachfolger des Rekord, 1999 kam die letzte Überarbeitung auf den Markt und wurde bis 2003 verkauft. Profitieren können auch heutige Kunden noch von dem guten Raumangebot, der umfangreichen Serienausstattung und den günstigen Preisen für gebrauchte Exemplare.

Im letzten Anlauf wurde 1999 der Opel Omega auch äußerlich nochmal gründlich überarbeitet. Auch die Sicherheitsausstattung und die Materialien im Innenraum wurden verbessert. Unübersichtlich wurde hingegen die Bedienung der Mittelkonsole, deren Funktionsumfang an neuen Bedienelementen deutlich wurde. Ansonsten herrscht im Innenraum der Luxus einer fast-Oberklasse. Angenehme Bestuhlung, viel Platz für Passagiere und eine umklappbare Rückbank machen die Vorteile aus. So fasst der Kofferraum bereits im Normalfall 530 Liter und kann zusätzlich durch das Umklappen der geteilten Rückbank erweitert werden. Sicherheitstechnisch war man mit vier Airbags, ABS, aktiven Kopfstützen und Traktionskontrolle bereits auf aktuellem Stand.

Das fehlende ESP wird dank guter Fahrsicherheit im Omega nicht vermisst, der Komfort ist sehr gut und durchaus tauglich für Langstrecken. Kritik gibt es nur für die ungenaue Lenkung. Motorenseitig war der 2-Liter-16V der Bestselle im Omega. 1999 wurde der beliebte Benziner durch einen stärkeren 2,2-Liter-16V abgelöst, der zusätzlich sparsamer arbeiten sollte. Ein großes Komfort-Plus bietet die Wahl der Viergang-Automatik, die wesentlich besser als die hakelige Fünfgang-Handschaltung arbeitet. Verschiedene Sechszylinder mit bis zu 218 PS waren ebenfalls in Kombination mit dem Omega erhältlich, erzeugten jedoch ein größeres Loch in der Geldbörse bei jedem Tankstellenbesuch.

Die Zuverlässigkeit des Opel Omega ist nur als durchschnittlich zu beschreiben. Häufige Probleme sind eine defekte Lenkung, der Verlust von Kühlmittel und Rost an der Abgasanlage. Außerdem sollte in jedem Fall der Zahnriemen im vorgeschriebenen Intervall gewechselt werden, da sonst ein teurer Motorschaden droht. Die Preise für gebrauchte Omega der letzten Baujahre beginnen bereits bei günstigen 3.500 Euro für den Basisdiesel. Der empfohlene 2,2-Liter-16V kostet mindestens 3.800 Euro, einen V6 gibt es für etwa 5.000 Euro. Wer mehr Platz im Kofferraum wünscht, der wählt den Caravan genannten Kombi und bezahlt zwischen 3.000 und 5.000 Euro.

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