Opel Vectra: Der Urlaub kann kommen

Die erste Generation des Opel Vectra wurde von 1988 bis 1995 produziert und verkauft. 1992 wurde sie einer ersten Modellpflege unterzogen, die hauptsächlich optische Änderungen vornahm. Der Übergang zum zweiten Modell war fließend, die Bauphase des Vectra B erstreckte sich bis 2002. Im Jahr 1999, bekam auch die zweite Generation ein Facelift. Dieses änderte fast nur optische Faktoren, wie neue Klarglasscheinwerfer, neue Rückleuchten und eine veränderte Front- und Heckpartie. Doch dabei sollte es nicht bleiben und etwas später im Jahr 2001 wurden die Motoren überarbeitet und teilweise ersetzt. Dies gilt auch für die Diesel-Antriebe des Opels. Seit 2002 ist mit dem Vectra C auch die dritte Baureihe auf dem Markt, die allerdings aufgrund mangelnder Erfolge 2008 eingestellt wurde. Der Vectra misst 4,70 Meter in der Länge und 1,90 Meter in der Breite, was einen Zuwachs von 10 Zentimetern in Länge und Breite bedeutet und im Vergleich zu anderen schon sehr groß ist. Sehr angenehm ist das dementsprechend riesige Platzangebot im Innenraum. Bei so viel Platz zwischen den Vordersitzen und einem höhen- und längenverstellbaren Lenkrad bekommt man ein angenehmes Fahr-Feeling im Opel Vectra. Perfekt geeignet ist der Vectra für längere Urlaubsreisen, da man ihm auch Hinten sehr gemütliche Sitze verpasst hat und zusätzlich überall Dosenhalter, Ablagen oder Armlehnen verbaut sind. Was die Auswahl des Gepäcks wesentlich erleichtern sollte ist der 500 Liter große Kofferraum. Hier muss nur wenig zu Hause bleiben.

Für jeden was dabei

Als Motorisierungen waren anfangs nur zwei Benziner erhältlich. Nur kurze Zeit später wurde die Palette aufgestockt. Insgesamt sind es jetzt neun verschiedene Ottomotoren und fünf auf Seiten der Diesel-Antriebe. Von 75 PS bis 220 PS ist bei den Benzinern alles dabei und die Diesel-Motoren ergänzen die Liste um 82 PS bis 125 PS. Interessant ist, dass alle direkteinspritzenden Diesel eine wartungsfreie Steuerkette haben. So ist auch bei Gebrauchten garantiert kein nerviger Wechsel nötig. Alle Motoren gelten als langlebig und zuverlässig, was aber leider keine Garantie ist. Die Motoren sind nicht besonders drehfreudig und die 2,2-Liter-Benziner  stören gerne die Insassen mit etwas nervigem Laufgeräusch und kleinen Brummfrequenzen, die bei niedrigen Drehzahlen und hoher Last häufig auftreten. Was den Komfort angeht, punktet der Vectra mit seiner Federung die besonders lange Unebenheiten ausgleicht und somit zu einer angenehmen Fahrt beiträgt. Diesen Komfort merkt man leider wie so oft nicht mehr bei kurzen Schlägen, die die Federung  nur schwer verarbeiten kann. Kurven lassen sich sehr schön fahren und vor allem längere Kurven auch in hohem Tempo. Bei kleineren Biegungen muss man dagegen mit stärkerem Untersteuern rechnen. Das Handling ist also insgesamt recht passabel und entspricht völlig dem Standard, aber übertrifft diesen auch nicht. Genau wie sein älterer Bruder erhielt der Vectra B drei von fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest. Hier, also bei der Sicherheit, setzt Opel auf elektronische Helfer wie ABS, Bremsassistent, Bremskraftverstärker und weitere Helferlein.

Schwachstellen des Opel Vectra

Diesel: Alle Diesel-Aggregate entsprechen einfach nicht dem Stand der Technik und könnten schon wesentlich effizienter sein, doch das hat Opel verpasst.

Rost: Der Opel rostet gern und das vor allem an bestimmten Stellen, wie zum Beispiel dem Schlosshaken.

Zahnriemen: Was bei den Diesel-Motoren kein Problem ist, kann bei den Benzinern zum Motorschaden führen. Also immer nachschauen, wann das letzte Mal die Zahnriemen gewechselt wurden. Wenn das schon sehr lange her ist oder man es nicht genau weiß, sollte man diesen auf jeden Fall nach dem Kauf austauschen.

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