Opel Vectra: Unscheinbarer Dauerläufer

1988 wurde der Opel Ascona in der Rüsselsheimer Mittelklasse von seinem Nachfolger Vectra abgelöst. Nach zwei Generationen warf Opel im Jahr 2002 mit dem Vectra C die dritte Generation und gleichzeitig das zuverlässigste Modell auf den deutschen Markt. Bis 2008 wurde der letzte seiner Sorte gebaut und ist mittlerweile ein günstiger Gebrauchter in der Mittelklasse, der aufgrund seiner Vielzahl von Modellen für jeden eine passende Ausstattung bereithält.

Die dritte Vectra-Generation verkaufte Opel in den Karosserieformen Stufenheck und Fließheck. Zusätzlich wurde die Modellpalette durch die beiden Varianten Signum und Caravan ergänzt. Beide bieten mit einem um 13 Zentimeter verlängertem Radstand ein größeres Platzangebot. So taugt der Caravan mit seinem 1850 Litern Ladevolumen auch als Urlaubsauto.

In allen Varianten besticht die Opel-Mittelklasse mit gutem Fahrkomfort. Die Kombination aus dem niedrigen Geräuschniveau, den komfortablen Sitzen und der guten Federung gewährleisten Komfort auch auf Langstrecken. Ein gut abgestimmtes Fahrwerk und stark zupackende Bremsen garantieren außerdem ein gutes Sicherheitsniveau im Opel. Äußerlich konnte der letzte Vectra weniger überzeugen. Im Zuge einer Vereinheitlichung der Designelemente im Opel-Konzern ähnelt auch der Mittelklassewagen seinen Konzernbrüdern stark.

Im Laufe der Zeit verabschiedete man sich bei Opel vom Omega, weshalb der Vectra sich auch in der oberen Mittelklasse profilieren musste. So profitierte besonders auch der Caravan von sehr gut verarbeiteten Materialien und moderner Technik. Auch die Motorenpalette lässt kaum Wünsche übrig. Von der 100 PS-Basismotorisierung bis zum sportlichen 2,8-Liter-Turbo mit 280 PS standen insgesamt 18 Motoren zur Auswahl. Wer einen leistungsfähigen Diesel sucht, der greift zum 1,9-Liter-Selbstzünder mit 150 PS. Sportlicher geht es dagegen beispielsweise mit dem OPC zu. Neben dem optischen Tuning wurde auch der aufgeladene 2,8-Liter-Benziner verbaut, der zwischen 230 und 280 PS mobilisierte.

Mit der dritten Generation konnte Opel seinen Ruf der zuverlässigen Mittelklasse erfolgreich wieder herstellen. Einzig die Abgasanlagen und Spiel in der Lenkung machen bei älteren Modellen noch Probleme. Hier sollte man den kleinen Aufpreis für ein neueres Baujahr in Kauf nehmen.

So unterschiedlich wie die Modelle, so unterschiedlich sind auch die Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Mit der empfohlenen Diesel-Motorisierung kostet ein Vectra mit Baujahr 2006 noch knapp 8 000 Euro. Der Mehrpreis für die Modelle Signum und Caravan ist dagegen so niedrig, dass sich ein Blick auf die geräumigeren Ausführungen in jedem Fall lohnt.

Opel Vectra: Unscheinbarer Dauerläufer
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