Peugeot 306 Cabrio 1993-2003 – 10 Jahre Open Air Feeling ohne Überrollbügel

Pininfarina gestaltete 1993 das Peugeot 306 Cabrio welches tatsächlich bis 2003 gebaut wurde. In den 10 Jahren wurden ca. 75.000 Fahrzeuge von dem offenen Peugeot 306 gebaut, ein viertel von der Produktion fand den Weg nach Deutschland. Sämtliche Mitbewerber um die Gunst der Cabriofreunde hatten Anfang der 90er Jahre ja noch einen Überrollbügel, beim Peugeot 306 wurde auf diesen verzichtet. Das Dach öffnet sich elektro-hydraulisch und faltet sich hinter der Rücksitzbank zusammen, eine Klappe bietet dem Cabriodach Schutz. Schutz benötigt auch die Heckscheibe vom Peugeot 306 Cabrio, die besteht nämlich aus Plexiglas und zerkratzt daher sehr leicht. Optional gab es für das Peugeot 306 Cabrio ein Hardtop, welches dann in Wagenfarbe lackiert ausgeliefert wurde.

Wer Schwachstellen sucht, wird auch welche finden. Die Verarbeitung lässt etwas zu Wünschen übrig, die Sitze sind sehr dünn gepolstert und das Getriebe / die Schaltung ist eher hakelig. Die Karosserie ist nicht steif genug, so hört man bei Karosserieverwindungen deutliche Knarr-Geräusche. Das Dach ist auch recht laut wenn es geschlossen ist, Dachgeräusche wechseln sich also mit Knarrgeräuschen ab. Das zeitlose, klassische Design, das gute Platzangebot und auch die durchaus gute Ausstattung wusste aber doch zu überzeugen. Das Peugeot 306 Cabrio bekam neben einer Sitzheizung, auch eine Klimaanlage und elektrische Fensterheber die das automobile Leben erleichterten.

Nun ist das Fahrzeug schon recht günstig zu erwerben und bekommt sogar eine grüne Feinstaub-Plakette. Typische Mängel beim Peugeot 306: durchgerosteter Auspuff (Endschalldämpfer, Hauptschalldämpfer), bei Fahrzeugen mit Trommelbremse können die hinteren Radbremszylinder festsitzen. Ansonsten hat das Fahrzeug die typischen Mängel der Bauzeit, sprich Thermoschalter, Lüftermotor, undichte Kühlerschläuche sorgen für Überhitzungen, durchgebrannte Zündspulen, defekte Zündkabel und kaputte Lichtmaschinen verweigern den Stromtransport und wenn der Peugeot 306 mal nicht anspringen will, liegt es entweder an der Batterie, an der Wegfahrsperre oder an dem Anlasser. Wer ganz fiel Pech hat, hat dann noch defekte Bremsscheiben an der Vorderachse und natürlich können auch die Cabriodach-Dichtungen spröde werden.

In den ersten 3 Produktionsjahren gab es ausschließlich den 1,8 Liter 4 Zylinder mit 101 PS und den 2,0 Liter 4 Zylinder Motor mit 121 PS. Im Jahre 1996 kam ein 1.6 Liter Motor mit 89 PS hinzu und als besonderes Bonus bekam der Peugeot 306 ab dem Jahr auch noch das Antiblockiersystem (ABS) serienmäßig. 1997 gab es ein Facelift, der 2.0 Liter Motor leistet ab dem Jahr 132 PS und der alte 1.8 Liter Motor fiel erstmal für ein paar Jahre aus dem Programm. Dieser kam im Jahr 2000 mit 110 PS zurück. Nichts destotrotz wurden die meisten Peugeot 306 Cabrio Modelle mit dem 1.6 Liter 4 Zylinder ausgeliefert.

Gebremst wurde über Scheibenbremsen, nur die ersten Modelle vom 1.8 Liter hatten an der Hinterachse noch Bremstrommeln. Der Antrieb erfolgt beim Peugeot 306 Cabrio über die Vorderachse, die über McPherson Federbeinen (Schraubenfeder und Stoßdämpfer) abgefedert ist und so den Kontakt zur Fahrbahn hält, an der Hinterachse kommen Längslenker, Stoßdämpfer und eine Drehstabfederung zum Einsatz.

 

 

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