Peugeot 406/407: Von komfortabel bis sportlich

Auch in der Mittelklasse hält sich Peugeot strikt an die numerische Benennung der Autos. So wurde der 405 im Jahr 1995 durch den neuen 406 abgelöst. In diesem Modell stand besonders der Komfort im Vordergrund, was den Mittelklassewagen zu einem guten Reisebegleiter macht. Mit einem weiteren Modellsprung zum 407 änderte sich der Charakter schlagartig zu einer sportlichen Limousine. Beide Modelle haben jedoch als gebrauchte Exemplare mit einer großen Bandbreite von Problemen und Mängeln zu kämpfen und anvisierte Modelle sollten gut überprüft werden.

Der 406 ist entweder als Limousine, Coupé oder Kombi erhältlich. Letztere Version nennt sich Break und punktet mit einem üppigen Kofferraumvolumen von 1741 Litern. Als Gemeinsamkeit teilen sich alle Karosserieformen das extrem komfortable Fahrwerk des Franzosen. Auch die Ausstattung des 406 konnte früh überzeugen. ABS und Doppelairbag sind seit 1996 Serienausstattung, ein Regensensor folgte 1999. Als Problemstellen hatte der Peugeot mit übermäßigem Komfort zu kämpfen. Kritik erntete er besonders für eine gefühllose Lenkung und die weichen Sitze.

Mit dem Modellwechsel zum 407 im Jahr 2004 versuchte sich Peugeot mit einem Imagewechsel von der Reiselimousine zum sportlichen Kombi. So wurde die neue Karosserie wesentlich dynamischer und das Fahrwerk deutlich straffer. Zwar gibt es auch kritische Stimmen, die das Fahrwerk für zu straff halten, die sportliche Ausrichtung wirkt dagegen auch dank kraftvoller Motoren glaubhaft. Auch im Fall des 407 ist die Kombivariante SW die meistverkaufte Version des Mittelklassewagens. Sie bietet allerdings mit 448 bis 1365 Litern Stauraum deutlich weniger Platz im Heck. Auch der Nachfolger des 406 ist sehr gut ausgestattet und glänzt auch mit reichhaltiger Sicherheitsausstattung.

Motorenseitig gibt es sowohl beim 406 als auch beim Nachfolger eine große Auswahl. Besonderes Augenmerk sollte man auf die Diesel-Motoren legen. Sie glänzen besonders durch Haltbarkeit und Sparsamkeit und sind in allen Leistungsstufen erhältlich. Aufpassen sollte man allerdings bei Modellen vor 2001, denn hier ist noch kein Partikelfilter ab Werk verbaut.

Die Mängelliste des Peugeot ist lang und zieht sich durch beide Generationen. Die größten Problemstellen sind schnell verschleißende Bremsen, ölende Motoren, Spiel in Fahrwerk und Lenkung sowie rostende Auspuffanlagen.

Die Preise für einen gebrauchten 206 rangieren zwischen 2500 und 8000 Euro. Ein gebrauchter Kombi mit Dieselmotor kostet ca. 3800 Euro. Ein entsprechendes Modell der Nachfolgergeneration beginnt bei 8000 Euro und kostet mit starkem Biturbo-Diesel bis zu 12000 Euro. Die Preisprognose zeigt jedoch besonders aufgrund des Erscheinens eines Nachfolgers in diesem Jahr nach unten.

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