Porsche 911: Der Traum vom richtigen Zuffenhausener

Der 911er gilt seit 1963 als Inbegriff der Marke Porsche. Der bekannte Sportwagen kam als Nachfolger des 356 auf den Markt und ist ein 2+2-Sitzer, wobei die hinteren Plätze nur für kurze Strecken zu gebrauchen sind. Dieser traditionelle Spaßwagen hat jedoch auch seinen Preis: Sowohl Anschaffung als auch Versicherung, Steuern und Ersatzteile liegen auf sehr teurem Niveau.

Mit der neuen Porsche-Modellreihe 997, die seit 2004 auf dem Markt ist, haben die Kunden die Wahl zwischen drei verschiedenen Karosserievarianten. So stehen Coupé, Targa und Cabrio im Programm des Zuffenhausener Autobauers. In der Beliebtheit rangiert das offene Modell ganz oben und stellt knapp die Hälfte der gekauften Modelle. Optisch hat der 911er mit der Zeit eine deutliche Entwicklung mitgemacht, typische Elemente wie die Frontleuchten und das abfallende Heck sind allerdings erhalten geblieben.

Die Wahl haben Käufer des Sportwagens auch in der Frage des Antriebskonzepts. Neben dem klassischen Heckantrieb steht auch eine Allrad-Version im Porsche-Programm. Diese bietet zwar eine verbesserte Sicherheit, verhindert allerdings den brachialen Fahrspaß im 911er. Ansonsten hat sich auch mit der neuen Version des Sportlers wenig an den starken Fahrleistungen der Boxer-Motoren geändert. Die neuen Benzin-Direkteinspritzer konnten den Verbrauch deutlich senken, im Fall der Bremsen sollte man den Kauf von haltbaren Keramik-Bremsen überdenken. Neu hinzugekommen ist auch ein System namens PASM, welches elektronisch die Abstimmung des Fahrwerks regelt und so in verschiedenen Modi unterschiedliches Fahrverhalten erzeugt. So sind auch längere Strecken im Porsche 911 möglich.

Praktische Gründe, die für die Anschaffung eines 911er sprechen, gibt es nicht. Der reicht maximal fürs Handgepäck, die Kosten sind extrem und Komfort erlebt man auch in anderen Autos. Trotzdem ist der Reiz eines 911ers ungebrochen und auch die aktuellen Modelle haben ihre Fans gefunden, die für ein entsprechendes Preisniveau auf dem Gebrauchtwagenmarkt sorgen. Erfreulicherweise ist der Porsche 911 sehr robust und Mängel offenbaren sich nur selten. Problematisch sind laut Prüferfahrungen nur die neueren Modelle, die mit Mängel an Fahrwerk, Lenkung und Karosserie zu kämpfen haben. Eine Anschaffung sollte man sich hier zweimal überlegen, da auch die Reparatur- und Ersatzteilpreise schnell teuer werden. Aus zweiter Hand beginnt ein Modell der 977-Baureihe bei 36 000 Euro. Dafür erhält man das Coupé, das Cabrio kostet einen deutlichen Aufpreis. Noch teurer wird es bei den sportlicheren Sondermodellen S, Turbo oder GT3. Hier werden auch gebraucht schnell noch bis zu 90 000 Euro fällig.

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