Porsche Boxster: Sport und Frischluft

Der Porsche Boxster bietet seit 1996 ein Stoffdach-Cabrio mit echten Porsche-Genen. Bedeutete das bis vor ein paar Jahren noch einen Kompromiss und Abstriche bei der Sportlichkeit, ist damit seit der Serie 987 auch Schluss. Mittlerweile kommt auch die offene Sportwagenversion an die Fahrleistungen der geschlossenen Zuffenhausener heran. Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt kann man mit der Wahl des Cabrios erstaunlicherweise sparen. Es kostet im Vergleich weniger als die Coupé-Version Cayman.

Im Innenraum ist im Boxster alles etwas knapper gehalten. Im Zentrum des Cockpits steht klassischerweise der Drehzahlmesser, das Zündschloss liegt auf der linken Seite. Obwohl der Boxster auch im Design etwas konservativer und zurückhaltener geraten ist, kann man Langstreckenkomfort in vielen Fällen getrost vergessen. Daran schuld ist das straffe Fahrwerk, das jegliche Unebenheiten traditionell bis zum Fahrer durchreicht. Ebenfalls im Alltag störend, im Sportwagen aber unabdingbar ist die schlechte Übersicht, deren Ursprung in der flachen Karosserie zu finden ist.

Positiv zu erwähnen sind dagegen die guten Bremsen und die exakte Lenkung. So wird auch ein Stoffdach-Cabrio zum agilen Sportwagen. Die Motorenpalette des Boxster wurde mit der Zeit sukzessive nach oben erweitert. Angefangen bei einem 2,5-Liter-Boxermotor mit 204 PS, liegt der 2010 erschienene Boxster Spyder mittlerweile bei stolzen 320. Ebenfalls ein Leistungsplus bieten die S-Versionen des Boxster. Hier sollte man sich allerdings über die deutlich gestiegenen Unterhaltskosten im Klaren sein.

In puncto Unterhalt gibt es beim Typus Boxster wenig zu meckern. So sind besonders ältere Fahrzeuge erstaunlich problemfrei und die Besitzer plagen sich nur bei wenigen Modellen mit Ölverlust. In neueren Versionen sind häufiger Schäden an Lenkung und Fahrwerk zu verzeichnen. Außerdem sollte man den Zustand der Bremsen überprüfen, da hier aufgrund der sportlichen Fahrweise ein erhöhter Verbrauch entsteht Aus zweiter Hand kostet ein Boxster mit Baujahr 2002 noch 15 000 Euro. Die ab 2004 gebaute neue Version schlägt mit mindestens 19 000 Euro zu Buche und für die S-Versionen muss man auch in der Anschaffung einen deutlichen Aufpreis einplanen.

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