Porsche Cayenne: Schnelles Schwergewicht

Ein Geländewagen und Porsche, eigentlich zwei Fahrzeugkonzepte, die sich vollkommen widersprechen. Doch auch der Zuffenhausener Sportwagenhersteller konnte sich dem Trend zum SUV nicht entziehen und konzipierte einen Sportler im Format eines Geländewagens.

Herausgekommen ist im Dezember 2002 der Porsche Cayenne. Mit Geländetauglichkeit hat dieser zwar nicht mehr viel zu tun, eine Sportlichkeit kann man dagegen nicht abstreiten. Dabei liegt allein das Leergewicht des Porsche bei mehr als zwei Tonnen. Kein Wunder, dass hierbei entsprechend dimensionierte Motoren von Nöten sind, um einem solchen Schwergewicht die Schnelligkeit beizubringen. So beginnt auch die Motorenpalette mit einem 3,2-Liter V6 mit 250 PS als schwächstem Motor. Wer noch mehr Leistung benötigt, der kann zum Cayenne Turbo (V8, 450 PS) oder sogar zum Cayenne Turbo S (V8, 521 PS) greifen. Der eigentliche Preis wird dann allerdings an der Tanksäule bezahlt, denn unter 15 Litern sind diese Motoren wohl kaum zu fahren.

Die sinnvollste Modellwahl ist wohl der 3-Liter-Sechszylinderdiesel mit 240 PS, der den Cayenne immerhin in 8,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, gleichzeitig allerdings „nur“ knapp 10 Liter verbraucht. Diesen Motor, den ersten Diesel in einem Porsche überhaupt, gibt es erst seit 2009 im Cayenne. Eher zur Marke Porsche passt dagegen das Fahrverhalten. Ungeachtet von dem hohen Gewicht schafft der Cayenne auch enge Kurven mühelos und auch die Bremsen verzögern gut. Neben der Agilität sprechen auch die Platzverhältnisse für den Zuffenhausener SUV. So reisen vier Personen auch auf langen Strecken bequem.

Der als schnellster SUV geltende Porsche bekam im Jahr 2007 eine Modellpflege. Neben kleineren äußerlichen Veränderungen wurden die Motoren komplett überarbeitet. Dies soll die Motoren des aktuelleren Cayennes effektiver machen.

Nachteile des Cayennes sind vor allem die hohen Folgekosten. Trotz der 2010 erschienen neuen Generation Cayenne 2 leiden die Modelle immer noch unter hohem Wertverlust. Außerdem gehen die schon angesprochenen hohen Verbrauchswerte und der teure Unterhalt ordentlich ins Geld. In puncto Zuverlässigkeit scheidet der Porsche dagegen sehr gut ab, die älteren Modelle sogar besser als die Neueren.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen SUV aus dem Hause Porsche anzuschaffen, der muss für ein fünf Jahre altes Einstiegsmodell mindestens 19000 Euro einkalkulieren.

Porsche Cayenne: Schnelles Schwergewicht
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0 Gedanken zu „Porsche Cayenne: Schnelles Schwergewicht

  1. Hallo Driver09,

    laut Schwacke-Liste liegt der Wert für das Basismodell bei knapp 19.000 Euro. Ich denke der Preis ist auch auf dem freien Markt zu erreichen. Mobile.de listet in diesem Segment schon einige Fahrzeuge, wobei wir hier natürlich über einen absoluten Einstiegspreis für das schwächste Modell reden.
    Ich habe den letzten Satz trotzdem überarbeitet, hoffe so wird es deutlicher.

    Viele Grüße
    Moritz