Produktion des Gallardo läuft aus

Schlechte Nachrichten für alle Fans des Volks-Lamborghini. Die Italiener haben beschlossen, die Produktion des Gallardo nach zehn Jahren einzustellen. 14.022 Fahrzeuge des Sportwagens liefen vom Band. Für eine Firma, die eigentlich keine Massenware produziert, eine enorm hohe Anzahl an Fahrzeugen eines Modells. Damit stellt der Gallardo knapp die Hälfte aller jemals hergestellten Lamborghinis.

 

Das letzte Modell, ein Gallardo LP 570-4 Spyder Performante hat laut Herstellerangaben bereits die Fertigungsstraße im Lamborghini-Werk im italienischen Sant’Agata Bolognese verlassen und wurde bereits verkauft. Ein privater Sammler hat den letzten Gallardo erstanden. Der Gallardo markierte wenige Jahre nach der Übernahme des Sportwagenherstellers durch den Audi-Konzern den Aufstieg der Marke Lamborghini in den Olymp des Sportwagenmarktes.

War die geschlossene Version des Gallardo schon kaum als preiswert zu bezeichnen, mussten für das Cabriolet noch einmal knapp 20.000 Euro draufgelegt werden. Das Design des Cabrios glänzt, typisch für Lamborghini, durch ein aggressives und kantiges Auftreten, das alle Blicke auf sich zieht. Der Innenraum ist wie gewohnt gut verarbeitet und bietet in den verschiedenen Ausstattungen farbliche Akzente. Allerdings haben recht große Menschen bei geschlossenem Verdeck ein kleines Platzproblem in dem Zweisitzer. Aber schließlich ist es ein Cabriolet. Also Knopf gedrückt, das Stoffverdeck in 20 Sekunden heruntergefahren und die Sonne hereingelassen.

Die Optik des knapp 1.600 Kilogramm leichten Gallardo verspricht brachiale Gewalt, der Motor löst dieses Versprechen ein. Der 5-Liter-V10-Antrieb leistet satte 520 PS und ein Drehmoment von 510 Nm. In knapp vier Sekunden sprintet der Sportler von null auf 100 km/h. Und dort ist natürlich noch lange nicht Schluss, erst ab 314 km/h tut sich nichts mehr. Für Grünen-Wähler ist der Gallardo allerdings nicht, mit CO2-Ausstoß von fast 400 Grammpro Kilometer und einem Verbrauch von 17 Litern ist der Sportler kaum als umweltfreundlich zu bezeichnen.

Das Fahrwerk des Allraders, der tiefe Schwerpunkt von 1,18 Metern, die ausgewogene Verteilung des Fahrzeuggewichtes und die stabile Lenkung laden zur rasanten Kurvenfahrt. Allerdings sollte dies nicht übertrieben werden, denn bei zu schnell angegangenen Kurven neigt der Gallardo manchmal zum Untersteuern. Der Komfort der Federung ist für einen solchen Sportler überraschend gut, auch mit größeren Unebenheiten nimmt es die Dämpfung locker auf.

Leider ist der Gallardo bald lediglich noch als Gebrauchter zu erstehen. Zum Trost für alle Fans des Sportlers steht der Nachfolger des Sportwagens bereits auf der Startposition. Im kommenden Jahr soll der vorgestellt werden, erwarten Experten. Bislang ist noch nicht viel über den neuen Sportler bekannt geworden. Vermutlich orientiert sich dessen Design an den extremen Formen des Gallardo und trägt den Namen Cabrera. Unter der Haube soll ebenfalls ein V10-Motor seinen Dienst verrichten. Dieser soll jedoch 600 PS leisten können.

Produktion des Gallardo läuft aus
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