Prima Klima statt dicker Luft – Vom richtigen Umgang mit der Aut

R1234f: Deutsche Umwelthilfe warnt

Der Kältemittelstreit geht in die nächste Runde. Die EU hat ein Verfahren gegen die Bundesregierung eingeleitet, weil diese zulässt, dass Daimler statt dem geforderten Kältemittel R1234f das verbotene R134a einsetzt. Daimler weigert sich, das von der EU-Komission vorgeschriebene Mittel zu benutzen, da Tests ergeben haben, dass R1234f leicht entflammbar sei. Nun stellt sich ausgerechnet die Deutsche Umwelthilfe auf die Seite des Fahrzeugherstellers.

 

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Foto: © GTÜ/pixelio.de

Stark gesundheitsschädigend

Die EU fordert, dass in allen Neuwagen nur noch das Kältemittel R1234f eingesetzt wird, da dies umweltfreundlicher ist als das bisher verwendete R134a. Dies soll bis 2016 endgültig vom Markt verschwinden. Nun warnt ausgerechnet die Deutsche Umwelthilfe vor dem von der EU vorgeschriebenen Mittel. Dem Verein zufolge sei das Mittel gefährlicher als bislang angenommen. Die Flusssäure, die entsteht, wenn das Mittel unter anderem aufgrund eines Unfalles in Brand gerät sei äußerst gesundheitsschädlich und kann Schleimhäute, Haut und das Bindegewebe der Augen verätzen. Bereits nach kurzer Zeit habe man bei dem Test Konzentrationen gemessen, die zu schweren Gesundheitsschäden führen. Das Mittel sollte daher verboten werden, fordert der Verein von der EU.

Bundesregierung gelassen

Damit kommt die Deutsche Umwelthilfe zu dem selben Schluss wie die Feuerwehr, die vor einem irreversiblen Organversagen durch die Flusssäure warnt, das nicht nur die verunfallten Personen, sondern auch Ersthelfer und Rettungskräfte. Mit dem Einsatz des neuen Kältemittels müsste die Einsatzstrategie neu angepasst werden, die Einsätze drohten länger zu werden, wodurch wertvolle Minuten bei der Rettung verloren gingen. Zudem könnten die Rettungskräfte weniger Rücksicht auf die Opfer nehmen. Die Bundesregierung sieht dem drohenden Verfahren der EU gelassen entgegen. Wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte, werde man erst einmal die Entscheidung abwarten. Man stehe in Kontakt mit der Behörde. Diese gab bislang noch keine Stellungnahme ab.

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