Radfahrer im Straßenverkehr

Wer kennt es nicht? Gerade in Großstädten quält man sich morgens durch den Berufsverkehr, steht im Stau oder kommt nur langsam vorwärts. Da haben es Radfahrer schon einfacher, sie radeln einfach zwischen den Autos durch oder weichen auf die Straße aus. Dadurch kommt es aber auch leider oft zu Behinderungen und brenzligen Situationen. Viele Autofahrer sind dadurch genervt und stellen sich zudem die Frage, ob Radfahrer das eigentlich dürfen.

Generell ist es so: Ist ein z.B. ein Radweg vorhanden, muss dieser auch von den Radfahrern benutzt werden. Macht er das nicht und wird erwischt, drohen 15 Euro Bußgeld. Ein Radweg, darf von Fahrradfahrern sofern es nicht anders ausgeschildert ist, auch nur in eine Richtung befahren werden. Ist er in entgegengesetzter Richtung unterwegs, drohen im schlimmsten Fall 20 Euro Bußgeld. Oft kommt es auch in Einbahnstraßen zu gefährlichen Begegnungen, dabei ist verboten falschherum in die Einbahnstraße zu fahren. Das gilt gleichermaßen für Auto-, als auch für Fahrradfahrer. Beim Verstoß werden bis zu 30 Euro fällig. In einigen Fällen dürfen Radfahrer aber in entgegengesetzter Richtung in der Einbahnstraße fahren, das muss aber ausgeschildert und für Fahrradfahrer freigegeben sein.

Ein Zebrastreifen, ist für das sichere Überqueren der Straße da und vorrangig Fußgängern vorbehalten. Das soll heißen, das Fahrradfahrer am Zebrastreifen absteigen müssen und das Fahrrad über die Straße schieben. Richtig teuer wird es bekanntlicherweise, wenn man bei rot über die Ampel fährt. Gleiches gilt auch für Fahrradfahrer, mit bis zu 180 Euro Bußgeld, kommt dieser Verstoß den Radler teuer zu stehen. Darf man auf dem Fahrrad telefonieren? Nein, genauso wie Autofahrer, dürfen Radfahrer während der Fahrt nicht telefonieren, falls doch werden 20 Euro Strafe fällig. Auch wenn man schön einen gebrannt hat, darf man nicht auf das Fahrrad steigen. Fahren unter Alkoholeinfluss kann den Fahrradfahrer sogar den Autoführerschein kosten. Die Grenze zur Fahruntüchtigkeit liegt hier allerdings mit 1,6 Promille wesentlich höher. Es gibt also auch für Fahrradfahrer eine Menge Regeln im Straßenverkehr, an die er sich halten sollte. Schwere Verstöße werden sogar mit Punkten geahndet, wie z.B. das Überfahren einer roten Ampel. Übrigens: Kommen sich Auto und Fahrrad zu nahe und es entsteht ein Schaden am Auto, bezahlt entweder der Radfahrer oder dessen Privathaftpflicht. Macht sich der Radler aus dem Staub, bleibt man entweder auf den Kosten sitzen oder die eigene Vollkasko zahlt die Zeche.

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