Renault Twingo: Problematischer Preishit

Seit 1993 wird der Renault Twingo mittlerweile in seiner zweiten Generation gefertigt. Während der Kleinwagen zu Beginn durch sein markantes Design und seine hervorstechenden Rundscheinwerfer auffiel, wurde das Design mittlerweile abgeschwächt und dem Klassenstandard angenähert. Als Gebrauchter sind aber beide Generationen ein günstiger Tipp für den Stadtverkehr.

Besonders viel Begeisterung weckte der Twingo mit seinem Innenraumkonzept. Mit verschiebbarer Rückbank kann man sich zwischen einem vergrößerten Kofferraumvolumen und einer größeren Beinfreiheit für Fond-Passagiere entscheiden. Zusätzlich lässt sich die Rückbank komplett umklappen und das Ladevolumen damit auf 1100 Liter erhöhen.

Beim Twingo der ersten Generation konnte man zwischen einem 54 PS starken 1,3-Liter-Benzinmotor und einem aktuelleren 1,2-Liter-Benziner mit 75 PS wählen. Nachteil des Twingo 1 sind allerdings schlechte Verarbeitung und viel Plastik im Innenraum. Die Insassensicherheit des Renault wurde im Crashtest mit drei von fünf Sternen bewertet.

Mit den Verarbeitungsproblemen räumt die 2007 erschienene zweite Generation auf. Hier sind die Materialien hochwertiger geworden und der Twingo ist sogar in der Länge gewachsen, was mehr Platz für Insassen bedeutet. Die zweite Twingo-Baureihe soll vor allem sportlicher wirken als ihr Vorgänger. Mit neuem Design und leistungsgesteigerten Motoren soll dies beim Kleinwagen gelingen. Neues Spitzenmodell wird der Twingo RS, der mit einem 1,6-Liter 16V mit 133 PS angetrieben wird. Ebenfalls als neue Motorisierung wird ein 1,5-Liter-Diesel mit 64 PS eingeführt.

Der größte Vorteil des Twingo bei der Gebrauchtwagensuche sind die Kosten. Mit günstigem Anschaffungspreis, niedrigen Unterhaltskosten und sparsamen Motoren kann man mit dem Twingo günstig und flott im Stadtverkehr fahren. Auf der Autobahn tun sich dagegen die schwachen Motoren des Twingo 1 besonders schwer. In puncto Spritverbrauch muss man sich keine Sorgen machen, selbst die Benziner der ersten Generation sind problemlos mit einem Verbrauch von 5-6 Litern zu fahren.

Probleme gibt es mit dem Twingo dagegen an Fahrwerk, Lenkung und Elektrik. Hier fallen besonders schnell abgefahrene Bremsen und poröse Bremsschläuche als Fehlerquellen auf. Auch das Faltdach – eigentlich ein großer Pluspunkt des Twingo – gilt es vor dem Kauf auf Risse zu prüfen. Aufgrund von Sonneneinstrahlung wird es nämlich häufiger rissig und damit undicht.

Als Motorenempfehlung gilt in der ersten Generation der 1,2-Liter-Benziner mit 75 PS. Absehen sollte man dagegen von dem bis 1997 gebauten 1,3-Liter-Motor, der von durchgebrannten Zylinderkopfdichtungen oft unsanft gestoppt wurde. In der zweiten Generation empfiehlt sich der Griff zum 1,2-Liter-16V mit ebenfalls 75 PS. Letzterer ist beim Gebrauchtwagenhändler bereits ab 5000 Euro zu haben. Ein Gebrauchter der ersten Baureihe beginnt schon bei 1500 Euro. Einen genauen Blick sollte man auf die Ausstattung und das Baujahr des Wunsch-Twingo legen. Es gab neben unzähligen Sondermodellen auch drei verschiedene Bauphasen der ersten Generation.

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