Rettungsgasse richtig bilden

Rike / Pixelio.de

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Immer wieder kommt es auf Autobahnen und auf Landstraßen zu Verkehrsbehinderungen, häufig verursacht durch Unfälle. Die Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und Rettung müssen ungehindert zum Unfallort gelangen. In solchen Fällen müssen die Fahrzeuge eine so genannte Rettungsgasse bilden. Allerdings ist es für eine hohe Anzahl Autofahrer gar nicht richtig klar, wie diese zu bilden ist und dass sie eine Verkehrswidrigkeit begehen, wenn sie die Rettungsgasse nicht richtig bilden oder unter Umständen mit ihren Fahrzeugen blockieren.

 

Wie wird eine Rettungsgasse gebildet?

Grundsätzlich gilt, dass der Pannenstreifen, bzw. Standstreifen nicht befahren werden darf. Allerdings ist bei Stau die Rettungsgasse so zu bilden, dass die Einsatzfahrzeuge zwischen zwei Autoreihen ungehindert durchfahren können. Somit darf in diesem Fall – und nur zum Zwecke der Rettungsgassebildung! – der Standstreifen benutzt werden. Die Bildung der Rettungsgasse ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Bei mindestens zwei Fahrstreifen müssen Autofahrer in der Mitte der Fahrbahn eine ausreichend breite Gasse bilden. Fahrzeuge, die auf der linken Fahrspur unterwegs sind, müssen sich so weit wie möglich nach links einordnen, Fahrzeuge auf der rechten Spur halten sich so weit wie möglich nach rechts, selbst, wenn sie dabei den Standstreifen hierfür benutzen müssen. Auf dreispurigen Fahrbahnen wird die Rettungsgasse zwischen der linken und der mittleren Fahrbahn gebildet. Es ist ausdrücklich verboten, den Standstreifen dazu zu benutzen, den Stau rechts herum zu umfahren!

 

Andere Länder, andere Sitten – auch in Sachen Rettungsgasse

In unseren Nachbarländern ist die Bildung einer Rettungsgasse zwar vorgeschrieben, nicht aber die Art und Weise, wie diese zu bilden ist. Mit großen Schildern wird jedoch darauf hingewiesen, wie die Rettungsgasse im Idealfall gebildet wird. Vor einer Reise ins Ausland lohnt sich also der Blick ins Internet, wie die Verkehrsregeln im Zielland gehandhabt und bei Zuwiderhandeln geahndet werden. Denn auch hier gilt es: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

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