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Richtig Fremdstarten

Beim Drehen des Zündschlüssels ertönt statt eines satten Motorengeräuschs nur ein müdes Klicken des Anlassers aus dem Motorraum. Jeder Autofahrer kennt dieses Ärgernis. Kaum wird es kälter, geben Batterien, die schon einige Jahre zuverlässig ihren Dienst getan haben, den Geist auf. Dem Automobilclub ADAC zufolge ist die Batterie der unangefochtene Spitzenreiter bei der Pannenstatistik. Wegen keines anderen Defektes mussten die Gelben Engel im vergangenen Jahr öfter ausrücken. Allerdings kann sich der Autofahrer im Fall einer leeren Batterie auch selbst behelfen. Doch es gibt einiges zu beachten.

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Bei der Starthilfe ist einiges zu beachten

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Starterkabel haben viele Autofahrer wenn nicht im Kofferraum, so zumindest in der Garage oder im Abstellraum. Es klingt einfach. Einfach ein anderes Auto in die Nähe des Fahrzeuges mit der altersschwachen Batterie fahren, beide Akkus mit zwei Kabeln verbinden und starten. Allerdings sollten einige Regeln beachtet werden, sonst kann es passieren, dass vor allem Autos mit einer sensiblen Elektronik endgültig lahmgelegt werden.

Erst rot, dann schwarz

Zunächst ist bei der Verbindung beider Batterien die Reihenfolge der Kabel zu beachten. Zuerst werden die beiden Pluspole mit dem roten Kabel verbunden. Dann wird das schwarze Kabel an den Minuspol der geladenen Batterie gesteckt, die andere Seite des Kabels wird mit einem leitenden Metallteil im Motorraum verbunden. Theoretisch wäre es möglich, es auch mit dem Minuspol der leeren Batterie zu verbinden. Allerdings ist hiervon abzusehen, da es aufgrund der Spannung hierbei gewöhnlich zu Funkenbildung kommt, die Gase im Motorraum entzünden könnten. Eine Verpuffung wäre die Folge. Läuft das Fahrzeug wieder, werden die Kabel in umgekehrter Folge wieder entfernt. Die Batterie wird nun über die Lichtmaschine wieder geladen.

Auf saubere Verbindungen achten

Doch manchmal ist es nicht so einfach, wie es klingt. Gibt das Fahrzeug trotz Verbindung mit einer vollen Batterie keinen Ton von sich, kann dies daran liegen, dass verschmutzte Verbindungsstellen nicht leiten. Also vorher unbedingt darauf achten, dass die Pole sauber sind. Korrosion ist ein guter Widerstand. Dreht der Anlasser hingegen durch, doch der Motor zündet einfach nicht, ist von mehreren Startversuchen abzusehen. Dann liegt neben der schwachen Batterie ein weiteres Problem wie abgenutzte Zündkerzen vor. Bei Benzinmotoren wären mehrere Startversuche fatal, da hierbei schon Sprit in die Verbrennungsräume gelangt und unverbrannt hinausgeleitet wird. Die Folge ist, dass sich dieser im Katalysator festsetzt und diesen zerstört.

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