Rover 45: Wechselhafte Geschichte

Wie schon die 200er-Serie von Rover sind auch die Modelle der 400er-Mittelklasse von Honda-Fahrzeugen abgeleitet und bestehen hauptsächlich aus japanischen Teilen. Auch die weitere Entwicklung der Autos nahm bei den kleinen 200er-Modellen und der größeren 400er-Serie einen ähnlichen Weg. 1999 vollzog man einen Modellwechsel und baute den bis dahin 400 genannten Rover um. Nach dem Facelift wurde der Wagen als Rover 45 bis 2005 in Europa verkauft.

Wie alle Modelle des englischen Autobauers litt auch die Mittelklasse-Reihe von Rover unter den ständigen Problemen und Machtverhältnissen im Unternehmen. Nach der langfristigen Zusammenarbeit von Honda und Rover übernahm der bayrische Autobauer BMW die Kontrolle im Rover-Konzern. Unter der Regie der Deutschen wurde unter anderem der Modellwechsel zum Rover 45 vollzogen. Im Jahr 2000 trennte man sich bei BMW wieder von Rover, als Nachfolger führte ein Firmenkonglomerat um MG das Unternehmen. So kam es, dass sportliche Modelle den Beinamen MG bekamen und viele Teile mit denen aus MG-Modellen übereinstimmen.

Günstige Einstiegspreise machten den Rover 45 zu Beginn seiner Verkaufszeit zu einem gut gehenden Modell. Später verlor der Engländer gegenüber der Konkurrenz aus Frankreich, Deutschland und Japan immer mehr an Boden. Grund hierfür war das unmoderne Design und die bessere Ausstattung der Konkurrenz. Im Jahr 2004 versuchte Rover ein letztes Mal entgegenzusteuern und verpasste dem Rover 45 einen neuen Look. Mit dem Ende des Rover MG-Konzerns wurde jedoch bereits ein Jahr später auch die Produktion des Rover 45 eingestellt.

Der Rover 45 wurde mit Vierzylinder-Benzinern mit 1,4, 1,6 und 1,8 Litern Hubraum verkauft. Außerdem war ein 2-Liter-Diesel und ein V6-Benziner mit ebenfalls zwei Litern Hubraum im Angebot. In der Praxis lässt sich der Mittelklasse-Engländer angenehm und vor allem einigermaßen sparsam fahren. Trotz des MG-Zusatzes sollte man besonders bei den kleinen Motoren keine sportliche Leistung erwarten, für schnelles Fortkommen fordert der Rover hohe Drehzahlen. Viele Gerüchte ranken sich seit der Schließung um die Ersatzteilsituation bei den Rover-Modellen. Natürlich kann man hier keinen Service wie bei Mercedes erwarten, über das Internet und verschiedene Händler sind die gängigen Teile jedoch problemlos erhältlich. Die Preise für Rover 45 sind im Moment sehr günstig. Modelle der frühen Baujahre gibt es unter 3.000 Euro, neuere Fahrzeuge sind für 4.000 Euro zu haben. Einen deutlichen Aufpreis sollte man für die V6-Motorisierung einplanen, der Selbstzünder liegt dagegen preislich auf einem Niveau mit den Benzinern.

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