Rückrufe bei Toyota und Mercedes

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der spektakulären Rückrufe in die Höhe geschossen. Weniger wegen gravierenden Mängeln, sondern – Baukastensystem sei Dank – aufgrund der hohen Anzahl betroffener Fahrzeuge. Das musste 2009 der japanische Fahrzeughersteller Toyota schmerzlich erfahren. Der Autobauer erlitt einen schweren Imageschaden, als er in nur einem Jahr knapp 9 Millionen Fahrzeuge zurückrufen musste. Nun steht wieder eine Rückrufaktion an. Auch Mercedes beordert zurück.

 

Mercedes Rückruf

Foto: © Alexander Dreher/pixelio.de

Gurtendbeschlag löst sich

Die Stuttgarter rufen in den USA und Europa derzeit ihre neue S-Klasse zurück. Der Grund ist, dass sich Angaben der US-amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zufolge der Endbeschlag des Sicherheitsgurtes bei einem Unfall lösen kann. Eine konkrete Anzahl der betroffenen Fahrzeuge konnte Mercedes Benz nicht nennen, doch es sei davon auszugehen, dass diese nicht sehr hoch sein wird. Das Problem ist schnell behoben, bei einem kurzen Werkstattbesuch wird der Endbeschlag ausgetauscht.

Softwarefehler lässt Elektronik überhitzen

Eine weit höhere Anzahl betroffener Fahrzeuge muss Toyota derzeit zurückbeordern. Knapp 1,9 Millionen Fahrzeuge des Spitzen-Modells Prius müssen aufgrund eines Softwarefehlers weltweit die Werkstätten aufsuchen. Aufgrund des Fehlers überlastet die Elektronik, die den Hybridmotor steuert. Ein sich zuschaltendes Notprogramm bremst den Wagen ab, er kann sogar stehenbleiben, erklärt ein Sprecher des japanischen Fahrzeugherstellers. Die Software muss nun neu programmiert werden. Bislang sind 400 Fälle bekannt geworden, in denen dieser Fehler auftrat. Zu Unfällen, die auf den Fehler zurückgeführt werden können, sei es bislang nicht gekommen.

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