Seat Altea: Klein, aber dynamisch

Seit 2004 ist der Seat Altea als Kompaktvan auch auf dem deutschen Markt im Verkauf. Der nach einer spanischen Küstenstadt benannte Seat steht mit VW Touran und der fünften Golf-Generation auf einer gemeinsamen Plattform. Pluspunkte sammelt der Spanier besonders mit seiner Zuverlässigkeit und seinem dynamischen Fahrverhalten.

Besonders im Design hat Seat in den letzten Jahren große Schritte nach vorne gemacht. Auch der Altea fügt sich ohne Probleme in das neue und mehrfach ausgezeichnete Designkonzept, das besonders eines verspricht: Sportlichkeit.  So kann sich der spanische Kompaktvan schon von außen deutlich von den biederen Familienkutschen abgrenzen. Im Fahrverhalten kann das Leergewicht von bis zu 1,6 Tonnen natürlich nicht versteckt werden, wobei es Seat durch eine sehr straffe Fahrwerksabstimmung versucht. Dies geht besonders auf langen Strecken aber dem Fahrkomfort im Weg und viele Tester kritisieren das Fahrwerk als zu hart.

In der Königsdisziplin Platzangebot ergibt sich dagegen ein schwaches Bild. Besonders in der Standardversion liegt das Ladevolumen mit 409 bis 1320 Litern deutlich unter dem der Mitbewerber und auch unter dem des Plattformbruders VW Touran. Die hohe Ladekante steht zusätzlich dem einfachen Beladen des Vans entgegen. Mehr Raum für Gepäck bietet die XL-Version, deren Ladeabteil dank 20 Zentimeter längerem Fahrzeug 532 bis 1604 Liter Gepäck fasst. Für die Passagiere sind dagegen in jedem Modell ausreichend Platz und angenehme Sitze vorhanden. Die hohe Anzahl an kleinen Staufächern und Anlagemöglichkeiten kann allerdings nicht über die fehlende Variabilität hinwegtäuschen.

Die Qual der Wahl hat der Gebrauchtwagenkäufer bei der Auswahl einer entsprechenden Motorisierung. Stolze 17 Motorisierungen haben sich im Laufe der Verkaufszeit von sechs Jahren angesammelt. Besonders empfehlenswert sind dabei die sparsamen 2-Liter-TDI mit 140 PS. Unter den Benzinmotoren sind die FSI- und TSI-Aggregate sinnvoll. So leistet beispielsweise der 2-Liter-FSI 150 PS bei guten Fahrleistungen und annehmbarem Verbrauch. Seit 2009 ist zusätzlich eine LPG-Variante im Programm. Sportliches Sondermodell ist der Altea FR, der sich die starken 2-Liter-Motoren aus Golf GTI und GT leiht und als Benziner bzw. Diesel 200 bzw. 170 PS leistet.

Dank verbauter VW-Technik sind bisher kaum Mängel für den Seat zu verzeichnen. Einzig die frühen TDI-Modelle hatten mit häufigem Ölverlust zu kämpfen. Die Preise für den Kompaktvan beginnen bei 6000 Euro für einen Basisbenziner mit Baujahr 2004. Für einen aktuelleren Diesel mit empfohlenem 2-Liter-Motor sind mindestens 9000 Euro fällig.

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