Sensor gegen Sekundenschlaf

Die Fahrt nach Hause nach einem langen Arbeitstag kann sehr ermüdend werden. Gerade im Herbst und im Winter, wenn das Licht etwas diffus ist und die Dunkelheit schneller hereinbricht. Ein offenes Fenster belebt bekanntlich, doch draußen ist es kalt und die Heizungswärme so gemütlich. Der Sekundenschlaf und damit ein stark erhöhtes Unfallrisiko ist vorprogrammiert.

 

Sekundenschlaf einer der Hauptgründe für schwere Unfälle

Der Sekundenschlaf ist eine der Hauptursachen für schwere Unfälle. Einer Studie des Automobilclubs ADAC zufolge ist die Ursache für jeden sechsten LKW-Unfall auf einen übermüdeten Fahrer zurückzuführen. Bei PKW-Unfällen geschehen sogar knapp 25 Prozent der Unfälle durch Sekundenschlaf. Nun haben sich die Japaner diesem Problem angenommen. Ein Sensor aus dem Hause Fujitsu soll künftig den Fahrer überwachen und im Notfall wachhalten.

Markteinführung in zwei bis drei Jahren

Die Funktionsweise des Sensors ist bereits aus anderen Anwendungsgebieten weitgehend bekannt. Mittels einer Klemme am Ohrläppchen misst das Gerät den Herzrhythmus des Fahrers. Wird dieser aufgrund eintretender Müdigkeit schwächer, wird der Fahrer gewarnt. Die Arbeiten an dem Sensor verlaufen bislang erfolgreich. In knapp 100 erfolgreichen Tests im Simulator konnte der Sensor bestehen. Auch knapp 50 Versuche in echten Autos seien erfolgreich verlaufen, so ein Sprecher des japanischen Unternehmens. Die Markteinführung für den Sensor ist in zwei bis drei Jahren geplant und soll zunächst in Vielfahrerfahrzeugen wie LKW, Bussen und Taxis verbaut werden.

Sensor gegen Sekundenschlaf
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