Sicherheit bei Dachboxen

Winterzeit ist die Zeit für den Skiurlaub. Und wie können die Ski besser transportiert werden als in einer Dachbox auf dem Autodach? Allerdings gibt es bei den angebotenen Boxen starke Qualitätsunterschiede, wie ein Test zeigt, den die Zeitschrift “Auto Motor und Sport” in Zusammenarbeit mit der Dekra durchgeführt hat.

 

Bei Vollbremsungen sicher

Die Zeitschrift hat insgesamt acht Systeme hinsichtlich Verhalten bei Ausweichmanövern und Unfällen sowie auf die Handhabung untersucht. Die Vorteile der Dachboxen liegen auf der Hand. Geht der verfügbare Stauraum im Fahrzeug zur Neige, bieten Dachboxen eine ideale Möglichkeit, den verfügbaren Stauraum zu erweitern. Allerdings haben die Behälter auch negative Seiten. Zum einen steigt der Kraftstoffverbrauch in nicht unerheblichem Maße. Zudem verändern die Boxen auf dem Dach das Handling. Bei Vollbremsungen aus 100 km/h erwiesen sich alle getesteten Systeme noch als sicher. Bei Ausweichmanövern und Unfälle sieht dies jedoch ganz anders aus.

Verlorene Ladung beim Crashtest

Beim simulierten Ausweichmanöver erwiesen sich vor allem die Boxen der Systeme Thule Ranger und Kamei Corvara als unsicher. Beide Boxen bewegten sich auf dem Grundträger. Bei dem System Neumann Whale riss sogar ein Spannriemen. Bei einer nachträglichen Untersuchung zeigte sich, dass dieser vorher keine Schäden aufwies, die das Reißen begünstigt hätten. Im Crashtest simulierten die Prüfer einen Auffahrunfall mit 30 km/h. Sehr wenig, wenn man bedenkt, dass die Boxen bis 130 km/h zugelassen sind. Doch selbst bei dieser geringen Geschwindigkeit zeigten fast alle getesteten Systeme Unregelmäßigkeiten. Beim Rameder Xtreme 450 und dem A.T.U. Jetback Sprint 450 wurde die Ladung sogar zum Geschoss und zur Bedrohung für umstehende. Lediglich die Atera Certo 410, die Thule Ranger und die Mont Blanc Triton 350 überzeugten beim Crashtest.

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