Sicherheit im PKW für die Kleinsten – Kindersitz

Kindersitz

Immer auf Nummer sicher – mit einem Kindersitz © GTÜ / pixelio.de

Wenn Kinder in einem PKW mitfahren, dann sind Kindersitze Pflicht, denn sie sorgen für die Sicherheit der Kleinen. Die Auswahl an Kindersitzen ist riesig und hat man erst mal das passende Modell gefunden, dann sind bei der Montage auf dem Rücksitz einige wichtige Dinge zu beachten.

Die Befestigung auf der Rückbank

Damit ein Kindersitz die optimale Sicherheit bietet, muss er korrekt in das Auto eingebaut werden. Laut Statistik ist aber nur jeder 3. Kindersitz ordnungsgemäß befestigt. Die Folge hiervon sind schwerste Verletzungen bis hin zur Todesfolge, wenn es zu einem Unfall kommt. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie darauf achten, dass der Kindersitz mit einem speziellen Gurtsystem befestigt ist. Dies kann sowohl mit dem Dreipunkt- oder Zweipunktgurtsystem des Wagens gehandhabt werden, aber auch mit speziellen Systemen für Kindersitze. In der Regel kommt hierbei aber das Dreipunktgurtsystem zum Einsatz.

Die richtige Montage des Kindersitz

Bevor Sie sich an die Montage des Kindersitzes begeben, sollten Sie die Gebrauchsanleitung genau lesen. Die einzelnen Punkte sind dabei Schritt für Schritt umzusetzen. Bei einem Zweisitzerwagen kann auch der Beifahrersitz zur Befestigung des Kindersitzes genutzt werden. Dennoch eignet sich die Rückbank am Besten für die Montage des Kindersitzes. Der Kindersitz sollte auf der Rückbank immer in der Mitte oder auf der rechten Seite montiert werden, sodass das Kind immer auf der Gehwegseite aussteigen kann. Die Kindersicherung der Türen schützt hier zusätzlich vor einem versehentlichen Öffnen der Türen. Wenn der Sitz auf dem Beifahrersitz montiert wird, dürfen Sie diesen niemals in Rückwärtsrichtung montieren, wenn Sie den Beifahrer-Airbag nicht ausschalten könnten. Dies gilt insbesondere für die Babyschalen.

Die richtige Sitzgröße

Kindersitze sollten weder zu groß noch zu klein sein. Es macht also wenig Sinn, schon mal einen größeren Sitz zu kaufen, denn das Kind wächst ja hinein. Des Weiteren sollte ein Kindersitz maximal nach 6 Jahren gegen einen neuen Sitz ausgetauscht werden. Also niemals den Sitz über viele Jahre für mehrere Kinder nutzen. Das Kind sollte möglichst im Sitz keine allzu dicke Kleidung tragen, damit die Gurte optimal am Körper liegen. Sollte der Gurt sich absichtlich oder aus Versehen während der Fahrt öffnen, dann müssen Sie sofort anhalten.

Die Isofix-Kindersicherung für Kindersitze

Das wohl bekannteste System für die Kindersitz-Sicherung ist das Isofix-System. Gerade die neueren Autos sind mit den genormten Isofix-Ösen ausgestattet. Diese sind direkt mit der Karosserie verbunden. An diesen Ösen werden die Isofix-Kindersitze einfach und sicher montiert. Dazu haben die Isofix-Kindersitze an den Unterseiten stabile Haken, die passend für die Ösen im Auto sind. Der Sitz wird dadurch praktisch mit dem Auto direkt verschraubt. Das Isofix-System verhindert, dass ein Kindersitz falsch im PKW montiert werden kann. Die entsprechenden Isofix-Haken findet man in der Regel auf der Rückbank.

Wann muss ein Kind in einen Kindersitz?

Alle Kinder, die kleiner als 1,50 m und jünger als 12 Jahre sind, müssen während der Fahrt mit dem PKW in einem Kindersitz gesichert sein. Dennoch gibt es hier auch einige Ausnahmen. Die wohl wichtigste Ausnahme ist das Gewicht de Kindes. Die Kindersitze werden nämlich den Gewichtsklassen zugeordnet. Ein Kind, das größer als 1,50 m , aber noch keine 12 Jahre alt ist, benötigt auch keinen Kindersitz, denn hier passt der Dreipunkt-Gurt des Wagens. Alle Kindersitze im PKW müssen der ECE-Reglung 44 entsprechen. Dazu befindet sich auf jedem Kindersitz ein Sicherheitssiegel. Aktuell sind nur Kindersitze mit der ECE-Nummer R44/03 oder R 44/04 zugelassen. Wird ein veralteter Sitz genutzt oder das Kind wird ohne Kindersitz chauffiert, dann droht ein Bußgeld von 30 Euro. Ist das Kind gar nicht gesichert, dann kostet dies 40 Euro und es gibt einen Punkt in Flensburg.

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