Skoda Fabia: Tschechischer Polo

In enger Zusammenarbeit mit dem VW-Konzern brachte Skoda 1999 den Fabia auf den deutschen Markt. Der Kleinwagen des tschechischen Herstellers teilt sich seine Plattform unter anderem mit dem VW Polo 6N und dem alten Seat Ibiza. Auch das Motoren-Know-How stammt von Volkswagen, was technisch solide Triebwerke verspricht.

In seiner ersten Generation war der Fabia in drei Karosserievarianten erhältlich. Neben Schrägheck und Kombi bot Skoda auch eine dreitürige Stufenheck-Version namens Sedan an. Letztere verkaufte sich dagegen deutlich schlechter als der Kombi. Im Bereich Motoren standen Benziner von 1,0 Liter und 50 PS bis zu 2,0 Liter und 120 PS zur Auswahl. Diesel-Käufer konnten zwischen 1,4-Liter-TDI mit 70 PS bis 100 PS und 1,9-Liter-TDI mit 100 PS oder 130 PS wählen. Letztere Spitzenmotorisierung war allerdings nur im Sondermodell Fabia RS erhältlich.

Nach einer kleinen Modellpflege 2004 folgte Anfang 2007 die zweite Baureihe des Fabia. Mit der neuen Generation wuchs der Skoda in Höhe und Länge. Mit den Ausmaßen wuchs jedoch auch der Kofferraum, was das Ladevolumen von 260 Liter auf 300 Liter vergrößert. Klappt man die Rücksitzbank um und belädt man den Fabia bis unters Dach, wächst das Volumen auf stolze 1163 Liter. Wer noch mehr Ladevolumen verlangt, der muss sich auf die Suche nach dem Mitte 2007 eingestellten Kombi machen. Auch die Stufenheck-Version wurde in der zweiten Generation nicht fortgeführt.

Besonders die zweite Generation des Fabia überzeugt mit angenehmem Komfort. Bequeme Sitze, ausreichende Platzverhältnisse und ein sicheres Fahrverhalten versprechen Bequemlichkeit auch auf Langstrecken. Dem entgegen stehen eigentlich nur die schlechte Basisausstattung des Skoda und die Dieselmotoren, die mit rauem Fahrgefühl auffallen. Auch die Motoren sind bei den Fabia-Modellen ein Pluspunkt. Sie liefern bewährte Technik aus dem Hause VW zu annehmbaren Preisen. Für Wenigfahrer empfehlen sich dabei die vielen Benzinmotorisierungen, Vielfahrer sollten zu einem unruhigeren, aber sparsameren Diesel greifen. Dieser sollte aber mit Blick auf die Steuer aus der zweiten Generation des Skoda kommen, da die TDI-Motoren der ersten Baureihe nicht mit Partikelfilter ausgestattet waren.

Ein Diesel der neuen Baureihe steht bereits ab 5500 Euro beim Gebrauchtwagenhändler. Wem ein Benziner ausreicht, der kommt mit einem fünf Jahre alten Stufenheck schon bei 4000 Euro ins Geschäft.

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