Skoda Octavia: VW-Technik zu Skoda-Preisen

Der Skoda Octavia wird seit 2004 in seiner zweiten Generation in Tschechien gebaut. Seine Plattform und Motorenpalette teilt sich der Octavia mit anderen Modellen des VW-Konzerns, wie beispielsweise Golf V oder Audi A3. Dies verspricht langlebige Technik auch in der tschechischen Kompaktklasse, weshalb der Skoda nicht nur unter Insidern als Tipp auf dem Gebrauchtwagenmarkt gehandelt wird.

Seinem Plattformbruder, dem VW Golf, ist der Octavia besonders in puncto Platz deutlich überlegen. Neben großzügiger Beinfreiheit im Fond bietet der Kompaktwagen bei umgeklappten Rücksitzen ein Ladevolumen von 1350 Litern. Im ebenfalls fünftürigen Combi kommen weitere 270 Liter Gepäck unter. Der Octavia punktet außerdem mit sicherem Fahrverhalten und guter Federung. Mit bequemen Sitzen und komfortablem Fahrwerk sind auch lange Autobahnetappen für den Skoda kein Problem.

Im Vergleich zur ersten Generation des Octavia ist das seit 2004 gebaute zweite Modell deutlich besser verarbeitet und sportlicher im Fahrkomfort. Die Motoren im Skoda stammen alle vom Mutterkonzern VW und sind somit keine Unbekannten. Als sparsame und langlebige (bei Zahnriemenwechsel) Aggregate gelten die TDI-Motoren mit 1,6 bis 2,0 Litern Hubraum und 105 bis 170 PS Leistung. Unter den Benzinern stellen die seit 2008 verbauten TSI-Motoren einen guten Kompromiss aus Leistung und Spritverbrauch dar. Mit leichtem Aufpreis gibt es den 1,6-Liter-Benziner seit 2009 auch mit Autogas. So kann entweder mit Benzin oder mit Autogas gefahren und CO2-Ausstoß vermindert werden.

Sportliches Topmodell des Octavia ist der RS, der als 2-Liter-Benziner mit 200 PS oder als 2-Liter-TDI mit 170 PS erhältlich ist. Zusätzlich bringt der RS einige technische und optische Veränderungen mit sich, kostet aber auch einen happigen Aufpreis. Als Offroad-Version des Octavia wird seit 2007 ein Modell namens Scout verkauft. Im Gegensatz zu anderen 4×4-Modellen des Octavias bietet der Scout neben dem Allradantrieb auch eine Karosseriehöherlegung, welche gröberes Gelände ermöglicht.

Der Octavia teilt sich nicht nur die Technik mit dem Golf, auch viele Mängel des Volkswagens übernimmt er natürlich. So machen besonders die TDI-Motoren durch Undichtigkeiten und defekten Turboladern auf sich aufmerksam. Ein häufiges Problem ist außerdem Rost an der Abgasanlage des Skodas.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt fallen besonders die Sondermodelle RS und 4×4 durch guten Werterhalt auf. Ein normaler Octavia ist dagegen schon zu günstigen Einstiegspreisen im Angebot. Ein Combi mit Baujahr 2008 und 1,8-Liter-TSI beginnt bei 12000 Euro. In ähnlicher Preisregion rangieren die 2,0-Liter-TDI mit 140 PS.

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