Skoda Superb: Super Preis-Leistung

Für wenig Aufsehen sorgte Skoda bisher mit dem Spitzenmodell Superb, das seit 2001 auf dem deutschen Markt erhältlich ist. Ein Grund hierfür könnte das zurückhaltende Design sein, doch seine wahren Stärken spielt der Mittelklassewagen aus Tschechien erst bei genauem Hinsehen aus. Platzangebot, Verarbeitung und der günstige Preis machen den Superb zum gefragten Auto – auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

Die tschechische VW-Tochter Skoda ist traditionell der Verkäufer bewährter VW-Technik im günstigen Kleid. So auch im Fall des Superb: Auf der Basis des VW Passat wurde der Radstand um 10 Zentimeter verlängert, was für exzellente Platzverhältnisse im Innenraum führt. Das bedeutet in Kombination mit den guten Sitzen einen ausgezeichneten Komfort auch auf Langstrecken. Das Platzangebot im Kofferraum liegt dagegen im Klassendurchschnitt mit 462 Litern eher im Mittelmaß. Im Innenraum präsentiert sich der Superb in Basisausstattung nüchtern. Dafür sind die Materialien sehr gut verarbeitet und wirken auch in Gebrauchtwagen noch nicht abgegriffen. Wer mehr Luxus im Cockpit wünscht, der achtet auf die Ausstattungslinie Elegance mit Holz und Chrom im Innenraum.

Auch im Fahrverhalten bestätigt sich der solide Eindruck des Skoda. Eine gute Geräuschdämmung und ein straffes, aber komfortables Fahrwerk liefern angenehmes Fahren auch auf Autobahnetappen. Die Sicherheitsausstattung ist mit ABS, ESP, Front- und Seitenairbags im Klassenstandard und wurde im NCAP-Crashtest mit vier von fünf Sternen bewertet.

Auch in der Motorenpalette wird die Nähe zum VW-Konzern deutlich. Im Superb-Aufgebot finden sich viele Motoren aus Wolfsburg, manche tauchen in Volkswagen schon nicht mehr auf. Besonders beliebt war der 2-Liter-Diesel mit 140 PS, der ab 2005 erstmals mit Partikelfilter verkauft wurde. Kultivierter aber deutlich trinkfester sind die V6-Diesel mit 155 bzw. 163 PS. Unter den Benzinmotoren ist schon der kleine 1,8-Liter-Motor eine Empfehlung. Trotz kleinerem Hubraum schafft er es dank Turbo-Unterstützung auf 150 PS und hängt so den 2-Liter-Vierzylinder mit 115 PS in Leistung und Verbrauch locker ab.

Seit 2008 ist die zweite Generation des Superb auf dem Markt. Veränderungen gab es besonders optischer Art. So wurde das Design insgesamt edler und hochwertiger, der Innenraum wuchs weiter und die Qualität der Materialien wurde verbessert. Im letzten Jahr ist zusätzlich eine Kombi-Version im Angebot, die jedoch in absehbarer Zeit auf dem Gebrauchtwagenmarkt keine Rolle spielen wird.

Technisch gibt es beim Superb viel Licht und wenig Schatten. Bremsanlage, Beleuchtung und Ölverlust sind die Sorgenkinder der ersten Generation. Mit Rost, Fahrwerk oder Lenkung gibt es dagegen so gut wie keine Probleme.

Dank großem Wertverfall ist das Skoda-Spitzenmodell bereits für 5 000 Euro zu haben. Eine jüngere Generation mit 2-Liter-Diesel beginnt bei 7 500 Euro, für einen Benziner mit 1,8-Liter-Turbo müssen mindestens 7 000 Euro investiert werden.

Skoda Superb: Super Preis-Leistung
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