Sonnige Aussichten, der BMW Z4 als Gebrauchtwagen

BMW Z4: Als Sechszylinder ein Top-Roadster

BMW Z4 Roadster

Als Nachfolger des heftig kritisierten Z3 kam der BMW Z4 im März 2003 in Deutschland auf den Markt und  konnte anfänglich große Verkaufserfolge verzeichnen. Im Gegensatz zum Vorgänger muss man bei ihm nur selten mit technischen Mängeln rechnen und kann sich voll und ganz auf den Fahrspaß im sportlichen Roadster freuen. Es ist zu empfehlen auf das Baujahr zu achten, da er im Frühjahr 2006 einer Modellpflege unterzogen wurde. Allein wegen der Änderungen im Innenbereich, zum Beispiel  die Aufwertung durch Chromteile und der Berganfahrhilfe, lohnt es sich einen genaueren Blick auf die aktuellen Modelle zu werfen. Mit der richtigen Ausstattung, die bei vielen Gebrauchten zu finden ist, kann man sich in Ledersitzen wiederfinden und dank des platzsparenden Stoffverdecks auch  noch mehr als eine Handtasche in den Kofferraum packen.

Sechs statt vier

Es gibt den BMW Z4 in zwei Ausführungen: als Roadster und als Coupè. Beim Antrieb stehen 8 verschiedene Motoren zur Verfügung. Auch wenn der 150 PS-Vierzylinder mit niedrigerem Unterhalt winkt, passt er nicht ganz in das sportliche Konzept des Z4. Hier sollte man besser zum Sechszylinder mit 170 PS oder 192 PS greifen, die  bei sparsamem Gasfuß mit unter 9 Litern auskommen und dem Roadster eine Höchstgeschwindigkeit von 225 oder 235km/h verschaffen. Auch die Beschleunigung stimmt hier zu einem sportlichen Coupé. 7,7 bzw. 7,1 Sekunden prophezeit BMW als Zeit für den Sprint von 0 auf 100 km/h. Ein weiteres Plus sammeln die Sechszylinder in Punkto Langlebigkeit. Bei ordentlicher Wartung und langsamem Warm fahren halten sie sehr lange durch. Die Ausstattungsliste ist, wie bei BMW typisch, sehr ausführlich und bietet eine Menge Auswahl. Günstig bekommt man bei vielen Gebrauchten CD-Radio, Klimaanlage und Ledersitze inklusive, für den nötigen Grip am Lenkrad sorgt dann die Sportlederversion. Weitere Extras wie die größeren Felgen und der Sportauspuff lohnen sich wohl nur für Fans. Auch ohne ein nachträglich verbautes Sportfahrwerk liegt der Z4 sehr gut in Kurven und schmiegt sich geradezu an die Straße. Seit dem vergangenen Jahr hat der Z4 schon eine zweite Generation bekommen, die einige Veränderungen mit sich bringt. Als Z4 E89 gibt es zum Beispiel ein Metall-Klappdach und einen neuen Basis-Motor mit sechs Zylindern und 204 PS.

Schwachstellen des BMW Z4:

Achsen: Laut TÜV-Mängelliste werden die Achsen sehr oft bemängelt. Die Federn an der Hinterachse geben nach oder brechen sogar. Dies kann man schon vorher an einem tiefhängenden Heck erkennen, aber am besten sollten die Federn kurz vor dem Kauf ausgetauscht worden sein .

Ventiltrieb: Bei der Probefahrt sollte man unbedingt kurz Zwischengas geben und dann einen Blick in den Rückspiegel werfen. Wenn dort eine weiß-graue Rauchfahne aus dem Auspuff kommt, ist das ein erstes Zeichen für einen möglichen Ventilriss.

Unterhalt: Bei Unterhalt und den Werkstatt kosten sollten man grade nicht knapp bei Kasse sein. Sowohl bei Versicherungseinstufung als auch in Sachen Spritverbrauch (besonders bei sportlicher Fahrweise) und Ersatzteilen liegt das Preisniveau BMW-typisch hoch.

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