Subaru Forester: Haltbarer Exot

Seit 1998 hat der japanische Allradspezialist Subaru mit dem Forester eine Mischung aus Kombi und SUV auf dem Markt. So soll er das Platzangebot und die Fahreigenschaften eines Mittelklassewagens mit der Geländegängigkeit eines SUV kombinieren. Obwohl ihm das gut gelingt ist der Förster immer noch ein seltener Gast auf deutschen Straßen. Die außergewöhnliche Zuverlässigkeit macht ihn allerdings zu einem beliebten Gebrauchtwagen.

Von außen hat der Subaru in seiner drei Generationen langer Entwicklungszeit keine großen Sprünge gemacht. Die bewährten Kombi-Elemente sind geblieben, einzig die Karosserie wuchs mit der Zeit in Länge und Breite. Die Ausstattung des Forester war während der gesamten Bauzeit sehr gut. Neben ABS und vier Airbags sind die neuen Baujahre auch serienmäßig mit ESP erhältlich. Das Platzangebot im Innenraum überzeugt. Besonders für die fünf Passagiere können sich dank exzellenter Beinfreiheit im Subaru wohl fühlen. Darunter leidet jedoch der Kofferraum, der im Japan-SUV ungewöhnlich klein geraten ist. Außerdem stören die hohe Ladekante und die geringe Zuladung beim Beladen.

Während die ersten Baujahre des Forester noch mit schwammigem Fahrverhalten zu kämpfen hatten, traf man bei Subaru mit der Zeit den Kompromiss aus Komfort und Sportlichkeit immer besser. Dank dem bei Subaru obligatorisch eingebauten Boxermotoren ist der Schwerpunkt deutlicher niedriger als bei Konkurrenz-SUV und das Fahrverhalten dadurch deutlich sicherer. Für Ausflüge ins Gelände ist der Japaner mit 20 Zentimeter Bodenfreiheit, permanentem Allradantrieb und Untersetzungsgetriebe ausgerüstet. Besonders letzteres sorgt für gutes Fortkommen bei jeder Steigung.

In der Motorenpalette von Subaru muss man sich grundsätzlich zwischen Saug- und Turbomotoren entscheiden. Während die einen mit trägem Fahrverhalten nerven, fallen die anderen besonders durch den gestiegenen Verbrauch auf. Dafür ist der Durchzug der großen Turbomotoren exzellent. So beschleunigt der große 2,5-Liter-Turbo den schweren Forester in sechs Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Seit 2008 ist zusätzlich ein Boxerdiesel mit 2 Litern Hubraum und 147 PS erhältlich. Um Spritkosten zu senken lassen sich die älteren 2-Liter-Motoren mit einer Flüssiggasanlage (LPG) umrüsten.

Ein besonderer Vorteil des Forester ist seine niedrige Mängelquote. Weder in Pannenstatistiken noch in Mängelberichten tritt der Subaru in Erscheinung. Einzig bekannte Mängelstelle: Bei älteren Baujahren gibt es überdurchschnittlich oft Rostschäden an der Abgasanlage. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der japanische SUV bereits ab 6000 Euro erhältlich. Ein Exemplar mit Baujahr 2007 und der 2-Liter-Basismotorisierung kostet 11400 Euro. Der Aufpreis zum starken Turbomotor beträgt knapp 3000 Euro.

Subaru Forester: Haltbarer Exot
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