Suzuki Jimny: Günstiger Allradler

Die Japaner von Suzuki sind bekannt für ihre leichten Geländewagen. Während Europa und Amerika auf dicke SUV und schwere Jeeps setzen, hat Suzuki schon seit den 70er-Jahren sehr erfolgreich einen leichten Geländewagen im Programm. Dieses Konzept ermöglicht im Vergleich größere Böschungswinkel und bessere Geländefähigkeiten bei geringerem Spritverbrauch. Die so gestarteten Klein-Jeeps hießen SJ und Samurai, bis Suzuki im Jahr 1998 mit der dritten Generation des Jeeps auch in Deutschland den Markennamen Jimny einführte. So wird der Geländewagen bis heute optisch fast unverändert weiter produziert und ist immer noch eine beliebte und günstige Alternative zu den bekannten Offroadern.

Zu Beginn des Verkaufs gab es den Jimny genau wie bei den Vorgängern entweder als geschlossenes Modell oder als Cabrio. Die offene Version wurde in der Zwischenzeit eingestellt, praktischer und zuverlässiger ist eh das geschlossene Fahrzeug. Im Alltag darf das Fahrverhalten eines Jimny nicht mit dem eines größeren SUV vergleichen. Dem Suzuki merkt man auf der Straße an, dass er sich eigentlich auf Schotterpisten wohler fühlen würde, was sich in schwammigem Kurvenverhalten und harter Federauslegung widerspiegelt. Trotzdem hat der Jimny in Sachen Komfort einen Sprung im Vergleich zum Vorgänger Samurai gemacht.

Der kurze Radstand und die schmale Spur verschaffen dem Suzuki besonders im Gelände große Vorteile. So sind die Wendekreis, Böschungswinkel und Watttiefe durchaus auf dem Niveau größerer Geländewagen. Zudem kann man natürlich einen Allradantrieb zuschalten und außerdem eine Untersetzung einschalten. So vermisst man auch die fehlenden Sperren selbst bei hartem Gelände nicht. Die Motorenpalette des Geländewagens besteht aus einem 1,3-Liter-Benziner und einem 1,5-Liter-Dieselmotor. Bei dieser Auswahl sollte man in jedem Fall den Dieselmotor nehmen, der mit größerem Drehmoment einfach dynamischer und gleichzeitig noch sparsamer unterwegs ist. Der Punkt Sparsamkeit ist wohl auch einer der entscheidenden Gründe für den Kauf eines Jimny. In Anschaffung und Unterhalt ist er einer der günstigsten Geländewagen und selbst dem russischen Lada Niva ist er aufgrund des geringeren Verbrauchs überlegen.

Hinzu kommt eine Zuverlässigkeit, die sehr ordentlich ist. Jimny-Fahrer sind durchweg zufrieden mit ihrer Wahl und als Problemstellen sind nur das frühe Rosten der Bremsen und der Verschleiß der Vorderachse bekannt. Achtet man auf diese Punkte, dann bekommt man ordentliche Fahrzeuge ab 2003 für etwa 5.000 Euro. Eine entsprechende Diesel-Version ist etwas teurer, die Neuwagen beginnen bei 15.000 Euro.

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