Schlagwort-Archiv: Oldtimer

Der Kapitän als Cabrio

Eine Legende feiert Geburtstag. Vor 75 Jahren begann im Opel-Werk Rüsselsheim die Ära “Kapitän”, die ein Fahrzeug hervorbrachte, das später zum Symbol für das Wirtschaftswunder der jungen BRD und für die goldenen Zeiten der Marke Opel wurde. Aber eins nach dem anderen. 1938 hatten die Rüsselsheimer getreu ihrem Credo “Wenig Modelle, dafür günstig” nur fünf Fahrzeugtypen im Portfolio. Ende des Jahres wurde das Oberklassemodell “Super 6″ durch den Kapitän ersetzt, von dem neben der geschlossenen zwei- und viertürigen Limousine auch ein fünfsitziges Cabriolet angeboten wurde.

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Werbeanzeige für den Kapitän Foto: © GM Company

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SB-Waschanlage – Sie entscheiden, was für Ihr Auto gut ist

Thorben Wengert / Pixelio.de

Thorben Wengert / Pixelio.de

Für viele Autobesitzer ist das allwöchentliche Autowaschen ein richtiges Ritual, für manch andere ist es ein notwendiges Übel, das gemacht werden muss. Diesen Unterschied merkt man auch, wenn man sich umschaut, wo die Autobesitzer ihre Fahrzeuge waschen. Die, die ihre Autos lieben, gehen lieber in die SB-Waschanlage, denn dort können sie ihren Fahrzeugen die Pflege angedeihen lassen, das es auch verdient. Was ist anders an einer SB-Waschanlage? Weiterlesen

Oldies im Winterschlaf Wie man Oldtimer winterfest macht

Oldtimers im WinterschlafZum Winter hin endet meist die Oldtimersaison. Das Fahrzeug wird winterfest gemacht und monatelang eingelagert. Damit es aber zu keinen ärgerlichen Schäden am Klassiker kommt, sollten einige Dinge beachtet werden.

Zunächst sollte der richtige Stellplatz gefunden werden. Neben einer relativ konstanten Raumtemperatur sollte eine Belüftung möglich sein oder eine gewisse Luftzirkulation. Ist der ideale Platz zum Überwintern ausgemacht, geht es an die Vorbereitung. Als erstes ist eine gründliche Reinigung von oben sowie auch von unten vorgesehen. Anschließend muss das Fahrzeug gut getrocknet werden. Damit später wirklich nicht die geringste Feuchtigkeit in den Hohlräumen ist, sollte der Fahrer selbst die kleinsten Ritzen und Spalten in der Karosserie kontrollieren. Dabei sollte die Karosserie auf Roststellen überprüft werden. Bei einem Fund sollten diese Stellen sofort entfernt werden. Weiterhin sind Falze und Hohlräume vorbeugend zu versiegeln. Danach kann der Autoliebhaber den Lack mit Politur und Wachs behandeln. Hierbei nicht die Chromteile vergessen. Ist der Lack konserviert, kann eine gründliche Untersuchung des Unterbodens erfolgen. Hier sollte eine Kontrolle der Bleche, Schweller und tragenden Teile durchgeführt werden und eventuell eine Auffrischung des Hohlraumschutzes. Bei der Gelegenheit können Gelenke, Umlenkhebel und Seilzüge eingefettet und eventuell vorhandene Schmiernippel an den Achslagern abgeschmiert werden. Vor dem Abstellen des Klassikers an seinem Überwinterungsstellplatz sollte der Motor noch einmal warmlaufen. Damit wird Kondenswasser im Motorraum und Auspuff vermieden. Hiernach sollte der Motor nicht mehr gestartet werden. Anschließend sollten die Ansaug- und Auspufföffnungen mit ölgetränkten Lappen verschlossen werden. Hinterher muss der Fahrer den Reifendruck seines Oldtimers rundum um ein Bar erhöhen. Danach hat er die Möglichkeit den Wagen kippsicher aufzubocken, um eine Entlastung der Räder zu erreichen. Hierbei sollten sie aber immer noch Kontakt zum Boden haben, damit eine Belastung der Stoßdämpfer und Federn bleibt. Sollte der Fahrer den Wagen nicht aufbocken, sollte er ihn mindestens einmal im Monat bewegen. Vor dem Winterschlaf sollte der Besitzer den Wagen noch einmal volltanken. Bei Oldtimer mit Vergasern sollte die Schwimmerkammer vom Vergaser geleert werden. Das ist wichtig, weil der Anteil an Alkohol im Kraftstoff Wasser zieht und das kann zu Rost führen. Ferner sollte das Öl kontrolliert und gegebenenfalls ein Ölwechsel durchgeführt werden. Auch das Kühlwasser muss auf Frostschutz überprüft werden, denn das Glysantin verhindert auch eine Korrosion im Kühlsystem. Bei Motoren aus Aluminium sollte die Kühlflüssigkeit abgelassen werden, da Frostschutzmittel Aluminium angreift. Bei der Scheibenwaschanlage kann der Behälter entweder entleert oder mit ausreichend Frostschutz befüllt werden. Wird die Anlage mit Frostschutz befüllt, muss dieser bis zu den Düsen vorgepumpt werden. Um eine Entlastung der Scheibenwischer zu erreichen, sollten diese demontiert werden. Damit jetzt aber keine Kratzer auf den Scheiben entstehen, sind die Enden der Wischerarme lieber mit Stoff zu verhüllen. Eine Behandlung aller Türdichtungen und Gummis mit Hirschtalg oder Talkum sorgt für eine langanhaltende Geschmeidigkeit und das diese nicht an Glas oder Lackflächen haften. Der Motor sollte durch Ansaug- oder Kerzenbohrungen konserviert werden. Weiterhin kann der Fahrer die Batterie ausbauen. Diese müsste aber anschließend in einem trockenen, frostfreien Raum gelagert werden und in gewissen Abständen entladen und geladen werden. Hierbei könnte ein Akku-Jogger hilfreich sein. Bei Cabrios sollte das Verdeck gut getrocknet und danach imprägniert werden. Das Verdeck sollte während des Winterschlafes nicht ganz gespannt sein, sondern lieber leicht entspannt. Bei Frost darf das Verdeck nicht mehr geöffnet werden, um ein Brechen der Kunststofffenster zu verhindern. Wenn die Fensterscheiben einen kleinen Schlitz geöffnet bleiben, entsteht kein Kondenswasser oder eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, woraus muffiger Geruch im Innenraum entsteht. Gegen Feuchtigkeit im Fahrzeug kann auch Entfeuchter-Granulat im Innenraum oder Kofferraum gelegt werden. Die Lederausstattung wird zum Schutz mit Spezialfett dünn eingerieben. Während der Einlagerungszeit sollte die Handbremse nicht angezogen bleiben, um ein festrosten zu vermeiden. Nach der Zeit der Einlagerung ist es besser den Motor im Leerlauf mit angezogener Handbremse zu starten, weil die Kupplung sich festgesetzt haben könnte. Abschließend ist der Oldtimer mit atmungsaktivem Stoff abzudecken. Der Kraftfahrzeugbesitzer sollte für diese Zeit des Einlagerns eine Ruheversicherung für den Oldtimer besitzen. Bei Saisonkennzeichen ist diese Versicherung meist ohnehin mit im Vertrag enthalten. Während dieser Einlagerungszeit muss auch die Gültigkeit des Kfz-Briefes im Auge behalten werden, da dieser achtzehn Monate nach Abmeldung verfällt.

Beachtet der Oldtimerfan die Verhaltensmaßnahmen, steht der nächsten Fahrt im Frühjahr nichts mehr im Wege.