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Der Porsche Boxster

Mit dem Porsche Boxster gelang dem Zuffenhausener Sportwagenhersteller eine sehr gute und preislich attraktive Fahrmaschine, welche gern zu Unrecht als Frauenporsche bezeichnet wurde.

Porsche gelang es mit dem Boxster, noch ein preiswertes Modell unterhalb des Oberklasse 911 auf dem Markt zu platzieren. Das Produkt wurde in der Planungsphase noch mit den Ziffern 986 bezeichnet. Porsche entschied sich bei diesem Projekt  keine Ziffern für den Namen zu wählen, sondern die Porsche AG vergab zum ersten Mal in Geschichte einen Namen „Boxster.“ Der Name Boxster bezeichnete die Verbindung von Boxer und Roadster. Porsche präsentierte den Boxster als Ausstellungsfahrzeug 1993 auf der Motor Show in Detroit. Der Boxster verfügte über einen Mittel-Motor hinter den Sitzen. Das Publikum und die Motorfachpresse waren begeistert. Deshalb entschloss sich Porsche den Boxster als Serienfahrzeug zu entwickeln. Im Sommer 1995 wurde der Porsche Boxster auf den Markt gebracht. Das Design stammte von Harm Lagaay und war dem Porsche 911 ähnlich. Überhaupt war der Porsche Boxster  sehr kosteneffizient entwickelt wurden.  Die Herstellung vom Boxster wurde an die Firma Valmet Automotive übertragen, die den Zweisitzer in Uusikaupunki in Finnland herstellte. Motorisiert wurde der Boxster mit einem 2,5-Liter-Boxermotor, der sechs Zylinder hatte. Ein Novum beim Motor war, dass er zum ersten Mal wassergekühlt war. Porsche präsentierte hier bereits die Motortechnik der nächsten 911 Generation. Die erste Version vom Boxster hatte eine Motorleistung von 201 PS. Im Jahr 2000 wurde der Motor leistungsfähiger und verfügte jetzt über 2,7 Liter Hubraum. Der neue Boxster brachte es auf 217 PS. Daneben präsentierte Porsche den Boxster S  mit einem 3,2-Liter-Motor und 249 PS. Da der Boxster preiswerter als der 911 war, diesem aber äußerlich ähnelte, waren die Verkaufszahlen bombastisch. 2004 folgte die zweite Generation vom Porsche Boxster. Von der ersten 986 Boxster Generation produzierte Porsche mehr als 160.000 Exemplare.

Porsche Panamera Diesel mit Audi-Herz

Ein Porsche mit Dieselmotor, geht das? Ja, es geht, allerdings mit Beigeschmack. Ein drei Liter großer V6 von Audi, befeuert seit kurzem den Porsche Panamera und bringt die rund zwei Tonnen schwere Limousine ganz ordentlich auf Tour. Der V6 leistet 250 PS und stämmt 550 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. So kann der Porsche Panamera recht standesgemäß bewegt werden, in 6,8 Sekunden, liegen 100 km/h an und bei Bedarf, läßt sich die Limo, auch mit 242 km/h über die Bahn jagen. So richtiges Porschefeeling, kommt aber nicht auf, die typische Sound fehlt einfach, aber okay, der Porsche Panamera Diesel, möchte ein sparsames Auto sein und das ist er auch. Zusammen mit der Start-Stopp-Automatik, kommt die Limousine mit 6,3 Litern auf 100 km aus. Optisch unterscheidet sich der Porsche Panamera Diesel, nicht großartig von den anderen, lediglich die seitlichen Diesel-Schriftzüge, verraten den Selbstzünder. Nicht gerade Sparsam: Der Grundpreis des Porsche Panamera Diesel, 80.183 Euro, Porsche eben!

Porsche Cayenne: Schnelles Schwergewicht

Ein Geländewagen und Porsche, eigentlich zwei Fahrzeugkonzepte, die sich vollkommen widersprechen. Doch auch der Zuffenhausener Sportwagenhersteller konnte sich dem Trend zum SUV nicht entziehen und konzipierte einen Sportler im Format eines Geländewagens.

Herausgekommen ist im Dezember 2002 der Porsche Cayenne. Mit Geländetauglichkeit hat dieser zwar nicht mehr viel zu tun, eine Sportlichkeit kann man dagegen nicht abstreiten. Dabei liegt allein das Leergewicht des Porsche bei mehr als zwei Tonnen. Kein Wunder, dass hierbei entsprechend dimensionierte Motoren von Nöten sind, um einem solchen Schwergewicht die Schnelligkeit beizubringen. So beginnt auch die Motorenpalette mit einem 3,2-Liter V6 mit 250 PS als schwächstem Motor. Wer noch mehr Leistung benötigt, der kann zum Cayenne Turbo (V8, 450 PS) oder sogar zum Cayenne Turbo S (V8, 521 PS) greifen. Der eigentliche Preis wird dann allerdings an der Tanksäule bezahlt, denn unter 15 Litern sind diese Motoren wohl kaum zu fahren.

Die sinnvollste Modellwahl ist wohl der 3-Liter-Sechszylinderdiesel mit 240 PS, der den Cayenne immerhin in 8,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, gleichzeitig allerdings „nur“ knapp 10 Liter verbraucht. Diesen Motor, den ersten Diesel in einem Porsche überhaupt, gibt es erst seit 2009 im Cayenne. Eher zur Marke Porsche passt dagegen das Fahrverhalten. Ungeachtet von dem hohen Gewicht schafft der Cayenne auch enge Kurven mühelos und auch die Bremsen verzögern gut. Neben der Agilität sprechen auch die Platzverhältnisse für den Zuffenhausener SUV. So reisen vier Personen auch auf langen Strecken bequem.

Der als schnellster SUV geltende Porsche bekam im Jahr 2007 eine Modellpflege. Neben kleineren äußerlichen Veränderungen wurden die Motoren komplett überarbeitet. Dies soll die Motoren des aktuelleren Cayennes effektiver machen.

Nachteile des Cayennes sind vor allem die hohen Folgekosten. Trotz der 2010 erschienen neuen Generation Cayenne 2 leiden die Modelle immer noch unter hohem Wertverlust. Außerdem gehen die schon angesprochenen hohen Verbrauchswerte und der teure Unterhalt ordentlich ins Geld. In puncto Zuverlässigkeit scheidet der Porsche dagegen sehr gut ab, die älteren Modelle sogar besser als die Neueren.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen SUV aus dem Hause Porsche anzuschaffen, der muss für ein fünf Jahre altes Einstiegsmodell mindestens 19000 Euro einkalkulieren.