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Regentropfen, die an mein Fenster klopfen…

 

Gabi Eder / pixelio.de

Wenn es wie aus Eimern schüttet und die Fußgänger mit Regenschirm, Friesennerz und Gummistiefeln unterwegs sind, hat es der Autofahrer trocken und warm. Seine einzige Sorge ist die Einstellung des Scheibenwischers. Tröpfelt es oder regnet es oder schüttet es gar. Benötigt er die Einstellung Intervall, eins oder zwei. Aber auch diese Entscheidung wird dem Autofahrer jetzt abgenommen. Dank dem Regensensor braucht sich der Fahrer nur noch zurücklehnen und mit dem Verkehr fließen. Der sogenannte Regensensor hinter dem Rückspiegel an der Windschutzscheibe erkennt Wassertropfen auf der Scheibe. Er registriert die Regenintensität und gibt ein entsprechendes Signal an den Wischermotor weiter. Automatisch wird dieser in Betrieb gesetzt und wischt je nach Regenintensität in der jeweiligen Arbeitsstufe. Selbstverständlich kann der Autofahrer die Scheibenwischer auch noch manuell bedienen. Fortschrittliche Regensensoren geben auch an andere Bauteile außer dem Wischermotor Signale weiter. So das bei einsetzenden Regen nicht nur der Scheibenwischer einsetzt, sonder auch das Schiebedach und die Fenster automatisch geschlossen werden. Der Regensensor ist u. a. mit einer Leuchtdiode und Fotodiode bestückt. Die Leuchtdiode sendet infrarotes Licht, welches von der Scheibe reflektiert wird und zurück auf den Empfänger, der Fotodiode, geschickt wird. Befinden sich Regentropfen auf der Scheibe, wird dieses Licht teilweise gebrochen und es gelangt ein geschwächtes Signal zurück auf die Fotodiode. Der Wischer schaltet sich ab einen gewissen Grad automatisch ein. Nachteilig ist nur, dass auch Schmutz das Signal schwächen kann.  Fazit: Läuft der Wischer auch bei Sonnenschein, ist es Zeit für einen Besuch in der nächsten Waschanlage.

Scheibenwischer – Aufbau und Pflege

Man ist im Auto unterwegs und es beginnt zu regnen. Fast schon automatisch schaltet man den Scheibenwischer ein und passt dessen Geschwindigkeit der Stärke des Regens an. In manchen Fahrzeugen funktioniert dies dank Regensensoren sogar automatisch. Das waren auch schon die einzigen Erfahrungen, die die meisten Autofahrer mit dem Scheibenwischer machen. Wenn die Wischer nicht mehr die gewünschte Leistung erbringen, werden sie ausgetauscht, wobei daran auch schon viele Autobesitzer verzweifeln und dies von einer Werkstatt erledigen lassen.

ScheibenwischerDabei gibt es durchaus auch bei Scheibenwischer Pflegebedarf, denn wenn sie erst einmal größere Flächen nass lassen, ist es schon viel zu spät, dann hilft nur noch der Austausch. Pflege verlängert also die Lebensdauer der Scheibenwischer. Im Sommer, wenn diese kaum genutzt werden und exremer Hitze ausgesetzt sind, hilft es schon, sie kurz anzuheben und in anderer Position wieder auf die Scheibe zu setzen – das Gummiprofil bleibt so nicht immer in der gleichen Position. Werden sie länger nicht genutzt, kann man auch den Wischerarm etwas anheben und beispielsweise mit einem Korken von der Frontscheibe fernhalten.

Ansonsten reicht es auch schon, gelegentlich mit einem Tuch und etwas Glasreiniger die Gummilippen abzuwischen. Auf angebliche Verschleißanzeiger sollte man sich nicht verlassen, da diese nur die Sonnenstrahlung anzeigen und nicht wirklich etwas über den tatsächlichen Verschleiß des Wischergummis aussagen.

Die Scheibenwischer gibt es übrigens schon seit 1903. Die ersten Versionen wurden allerdings noch manuell bedient, Mitte bis Ende der 20er Jahre kamen dann elektrisch betriebene Scheibenwischer auf. Einer oder mehrere Elektromotoren bewegen die Wischerarme, an der Enden die Scheibenwischer mit den Wischergummis, auch Wischblätter genannt, befestigt sind. Systeme gibt es da ganz unterschiedliche, die klassische Variante sind zwei von der Beifahrer- zur Fahrerseite wischende Scheibenwischer. Es gibt aber auch Einarmwischer, gegenläufig wischende Versionen und viele mehr.

Welche Technik auch immer verbaut ist ist, man sollte immer auf streifenfreies Wischen achten. Und im Winter niemals mit dem Eiskratzer auf an der Windschutzscheibe festgefrorene Wischer einschlagen, da dabei die Gummilippe beschädigt wird und es zu entsprechender Streifenbildung kommen kann.