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Es regnet, es regnet, der Asphalt wird nass…

Pitsch, patsch es regnet und zwar seit Tagen. Sicherlich für die Pflanzenwelt gar nicht mal so schlecht, auf der Straße können Dauerregen oder auch eine kurze Sommerdusche für Autofahrer, schnell gefährlich werden. Gießt es erstmal, sieht man schonmal weniger oder auch gar nichts, aber auch die nasse Fahrbahn, kann nun schnell zum Problem werden. Durch das Regenwasser auf dem Asphalt, besteht das Risiko, mit dem Auto ins schleudern zu geraten und auch Aquaplaning ist ein Thema, was zum Unfall führen kann. Das allerwichtigste bei so einem Wetter ist es, seine Fahrweise, den Bedingungen anzupassen. Heißt: Straße nass, Fuß vom Gas, Abstand halten und je nach dem, auch mal das Licht einschalten. Am wichtigsten ist es aber die Geschwindigkeit zu reduzieren, denn Bremsweg und Lenkverhalten eines Autos, ändern sich bei Nässe deutlich. Ebenso wichtig wie eine angepasste Fahrweise, sind gute und gesunde Reifen. Hier lohnt sich immer der Blick auf Profiltiefe und Zustand des Reifens, denn ist das Gummi erstmal verschlissen oder hat zu wenig Profil auf der Pelle, kann es schnell lebensgefährlich werden.

Kleine Reifenkunde

So! Der Wechsel ist geschafft und nun müssen die Winterreifen gut gelagert werden. Wer das selber machen möchte, lagert die Reifen am besten liegend. Man kann sie aber auch aufhängen, wichtig ist eben nur, das die Reifen nicht stehend gelagert werden, damit es nicht zu Unwuchten kommt, die einem hinterher beim Fahren stören. Dunkel und vor allem trocken, sollte der Lagerort sein, so ist das Gummi gut geschützt. Es empfiehlt sich immerwieder mal, aber jetzt besonders beim Wechsel, auch ein Auge auf die Profiltiefe zu werfen. Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vor, besser ist es aber sowohl bei Sommer- als auch bei Winterreifen, diese bei einer Tiefe von 3 mm auszutauschen. Abgefahrene Reifen können besonders bei Nässe ziehmlich ungesund sein. Ein weiterer Knackpunkt ist das Alter der Reifen, denn selbst wenn das Profil noch gut aussieht, sollte ein Reifen, der Älter als sieben Jahre ist, gegen neue Reifen ersetzt werden. Testen kann man die Profiltiefe ganz einfach mit einer 1 Euro-Münze. Taucht der goldene Rand des Euros so weit in das Profil ein, dass man es nicht mehr sehen kann, geht die Profiltiefe in Ordnung.

Auf den richtigen Luftdruck kommt es an. Die falsche Einstellung kann sich durchaus negativ auf Verschleiß, Fahrverhalten und Verbrauch auswirken. Den Luftdruck stellt man am besten an der Tankstelle im kalten Zustand ein, die richtige Menge findet man auf Aufklebern in der Türpfalz oder im Tankdeckel. Kleiner Tipp: Auf dem Aufkleber steht auch immer der Wert, wenn das Auto beladen wird, die Einstellung kann man ruhig nehmen, auch wenn das Auto nicht beladen wird. Der höhere Luftdruck im Reifen, senkt den Rollwiderstand und wirkt sich sich positiv auf die Lebensdauer und auch ein bisschen auf den Verbrauch aus.

Komische Zahlen und was bedeuten sie?

245/40 R17 91 W

  • 245: Reifenbreite in mm
  • 40 Reifenhöhe im Verhältnis zur Breite in %
  • R: steht für Radial, Form der Karkasse
  • 91, Tragfähigkeit des Reifens (Load Index)
  • W, Höchstgeschwindigkeit des Reifens, in dem Fall max. 270 km/h

Damit alles rund läuft – Wissenswertes über Autorreifen

Bild von einem Reifen für einen PKWReifen gehören mit zu den wichtigsten Bauteilen eines Fahrzeuges, denn sie bilden den Kontakt zur Straße. Um eine sichere Fahrt zu gewährleisten muss der Reifen genügend Profiltiefe, den korrekten Luftdruck sowie keine Schäden aufweisen. Mit einer guten Wartung kann die Lebensdauer der Reifen verlängert werden. Aber die beste Pflege nützt irgendwann nichts mehr, wenn das Reifenprofil abgenutzt ist. Die Abnutzung der Pkw-Reifen ist nicht immer gleichmäßig.

Ein nicht korrekter Luftdruck beeinflusst viele Faktoren wie zum Beispiel den Fahrkomfort, die Reifenlebensdauer oder den Kraftstoffverbrauch. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle unverzichtbar. Denn durch einen falschen Luftdruck entstehen die meisten Reifenschäden. Viele Reifenhändler bieten Reifenfüllungen mit Stickstoff an. Stickstofffüllungen sollen einen schnellen Luftverlust des Reifens verhindern. Durch den gleichbleibenden stabilen Druck im Reifen ergeben sich eine längere Laufleistung sowie einen geringeren Kraftstoffverbrauch. Zur Überprüfung des Reifendrucks bei Fahrzeugen kommen heutzutage Reifendruckkontrollsysteme zum Einsatz. Hierdurch soll die Anzahl der Unfälle, verursacht durch fehlerhafte Reifen, reduziert werden. Denn fährt ein Fahrzeug kontinuierlich mit zu geringem Reifendruck, führt die Belastung an den Reifenflanken zu einem erhöhten Verschleiß. Dieser geschwächte Reifen kann dann im schlimmsten Falle bei hoher Beschleunigung platzen.

Die richtige Reifenwahl richtet sich nach den Anforderungen oder Einsatzbedingungen, die der Fahrer an das Kraftfahrzeug stellt. Gewisse Reifenbreiten sind allerdings vom Hersteller vorgegeben. Im Fahrzeugschein findet man meist mehrere Reifengrößen angegeben, mit denen das Fahrzeug zugelassen wurde. Welche Reifenbreite die optimale ist, muss jeder Fahrer individuell entscheiden. Ferner muss der Kunde entscheiden, ob er lieber Neureifen bevorzugt oder runderneuerte Reifen, bei denen die alte Lauffläche abgeschält und durch eine neue ersetzt wurde. Alle Daten und Eigenschaften eines Autoreifens sind auf der Seitenwand eines Reifens zu erkennen. So findet der Autofahrer an der Flanke des Reifens eine  Aufschrift wie zum Beispiel 205/55 R16 91W. Aus dieser Zahlen- und Buchstabenkombination kann der Autofahrer wichtige Angaben über den Reifen erfahren, wie die Reifengröße, die Bauweise, der Felgendurchmesser, den Tragfähigkeitsindex, den Buchstaben für die Maximalgeschwindigkeit, die Witterungskennzeichnung, das Schneeflocken-Symbol und die Rollgeräuschemission. Weiterhin kann der Fahrer ablesen ob es sich um ein Notlauf- oder Run-Flat-Reifen handelt. An der Seitenwand des Reifens ist desweiteren auch das Herstellungsdatum abzulesen. Das setzt sich aus der Kalenderwoche und dem Herstellungsjahr zusammen. Findet der Fahrer dort die Zahl 0604, ist dieser Reifen in der 6. Woche des Jahres 2004 produziert worden. Spätestens alle sechs Jahre sollten Reifen ausgewechselt werden. Bei Reifen mit Laufrichtungsbindung findet der Fahrer an der Seite einen Pfeil oder einen Hinweis mit der vorgeschriebenen Drehrichtung.

Seit dem 04.12.2010 müssen Fahrzeuge bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte mit M + S-Reifen ausgerüstet sein. Das Profil dieser Reifen gewährleistet den nötigen Griff bei winterlichen Straßenverhältnissen. M + S sind als Winter- und Ganzjahresreifen erhältlich und bringen wichtige Eigenschaften mit. Sie müssen bei Schnee und Eis eine gewisse Flexibilität und Griffigkeit besitzen. Deshalb sind sie aus einer besonderen Gummimischung hergestellt. Die Verhärtung dieser Reifen ist auch bei kalten Temperaturen nicht so stark wie zum Beispiel bei Sommerreifen. Diese Tatsache garantiert aber eine optimale Anpassung an die Straßenoberfläche bei winterlichen sowie trockenen Straßenverhältnissen. Beim Kauf von Winterreifen sollte auf das Schneeflockensymbol am Reifen geachtet werden. Reifen mit diesem Zeichen sind speziell für den Einsatz im Winter hergestellt worden. Für Straßenverhältnisse ohne Schnee gibt es Sommerreifen. Sie bestehen aus einer Gummimischung, die auch bei hohen Temperaturen nicht zu weich wird. So genannte Spikes-Reifen mit angebrachten Stahl- oder Hartmetallstiften werden hauptsächlich bei Fahrten auf Eis genutzt. Da die Abnutzung der Fahrbahn erheblich ist, sind die Reifen in vielen Teilen Europas verboten. Unterschieden werden Reifen auch nach ihrer Bauart. Bis 1980 waren Diagonalreifen bei Pkws noch verbreitet, während es heutzutage fast nur noch Radialreifen gibt. Der Diagonalreifen weist mehrere schräg überkreuzte Karkassenlagen auf, während die Anordnung der Karkassenlagen beim Radialreifen radial ist. Weiterhin haben die Radialreifen eine längere Lebensdauer und eine bessere Bodenhaftung.Ein Reifen im Großformat

Jedes Jahr im Frühjahr und Herbst wenn ein Wechsel der Bereifung ansteht, stellt sich die Frage, wie die benutzten Reifen am besten zu Lagern sind. Dem Sonnenlicht sollten die Reifen während der Lagerung auf keinen Fall ausgesetzt sein. Ein trockener, dunkler und kühler Raum ist für die Lagerung von Reifen ideal. Denn die Gummisubstanz des Reifens verliert unter dem Einfluss von Licht, Wärme und bewegter Luft ihre Elastizität und Festigkeit. Das wiederum lässt den Reifen schneller altern und rissig werden. Ferner sollten die Reifen nicht mit Öl, Fett, Benzin oder anderen Lösungsmitteln in Berührung kommen. Reifen ohne Felge sollten nach Möglichkeit stehend gelagert werden. Bei auf Felgen montierten Reifen sollte die Lagerung  liegend, hängend oder gestapelt sein. Das bedeutet sie können zum Beispiel mit speziellen Haken an die Wand gehängt werden. Beim Stapeln aber muss darauf geachtet werden, nicht mehr als vier Reifen übereinander zu legen. Das Gewicht auf die unteren Reifen wäre sonst zu hoch. Eine Aufbewahrung von Kompletträdern stehend oder an eine Wand gelehnt ist nicht zu empfehlen, da sich die Lauffläche an der Aufstandsfläche verformen kann. Ein Felgenbaum ist sicherlich die beste Variante zur Lagerung von Reifen.

Die optimale Reifenbreite – Breite oder schmale Reifen – eine Frage des Anspruchs

Die richtige Reifenwahl richtet sich nach den Anforderungen oder Einsatzbedingungen, die der Fahrer an das Kraftfahrzeug stellt. Gewisse Reifenbreiten sind allerdings vom Hersteller vorgegeben. Im Fahrzeugschein findet man meist mehrere Reifengrößen angegeben, mit denen das Fahrzeug zugelassen wurde. Welche Reifenbreite die optimale ist, muss jeder Fahrer individuell entscheiden.

Schmalere Reifen zum Beispiel entwickeln durch ihre kleinere Fläche, die die Straßenoberfläche berührt eine bessere Bodenhaftung. Dadurch können diese Reifen im Winter tiefer und kräftiger in den Schnee greifen, was das Fahren durch Neuschnee oder Schneematsch vereinfacht. Denn je schmaler der Reifen ist, desto leichter fährt das Fahrzeug durch den Schnee. Das ist nicht nur bei schneebedeckten Straßen so. Auch durch Wasser auf der Fahrbahnoberfläche fährt ein schmaler Reifen besser, das senkt auch das Aquaplaning-Risiko. Schmalere Exemplare haben zudem einen geringeren Rollwiderstand. Dadurch ist natürlich der Kraftstoffverbrauch deutlich geringer, was wiederum die Umwelt schont. Die schmaleren Reifen federn weiterhin das Auto besser ab und auch die Fahrgeräusche sind wesentlich leiser. Schneeketten können zuweilen nur auf schmaleren Exemplaren montiert werden. Ferner sind sie dazu günstig in der Anschaffung. Schmale Reifen haben allerdings auch Nachteile, denn sie haben einen längeren Bremsweg. Auf vereisten oder schneebedeckten, trockenen oder nassen Straßenoberflächen ist das Bremsen mit schmalen Reifen schlechter als mit breiten. Daneben ist die Kurvenhaftung nicht so gut wie bei den breiten Exemplaren. Und verfügt man über ein Fahrzeug mit einer hohen Leistung, kann beim starken Beschleunigen schon einmal die Traktion verloren gehen. Zu den Nachteilen der breiteren Reifen gehört sicherlich die teure Anschaffung, der hohe Kraftstoffverbrauch durch den höheren Rollwiderstand und die etwas lauteren Fahrgeräusche. Liegt Neuschnee oder Schneematsch auf der Straße, müssen sich breite Reifen eine größere Spur bahnen. Hierbei entsteht ein hoher Widerstand. Aber bei einer festgefahrenen Schneedecke haben breitere Reifen wiederum eindeutige Vorteile. Breite Reifen haben auch weitere Vorteile. Abgesehen von der sportlichen Optik punkten sie klar beim Bremsen. Der Bremsweg ist wesentlich kürzer als bei den schmalen Reifen. Weiterhin kann die breite Version gute Fahreigenschaften auf nasser und trockener Fahrbahn vorweisen. Die breitere Version braucht sich hinter den schmalen Exemplaren nicht verstecken. Denn je breiter der Reifen desto mehr verbessern sich die Fahreigenschaften, auf trockener und nasser Fahrbahn die Lenkpräzision sowie der Fahrspurwechsel, der Lastwechsel und die Sportlichkeit.

Leider gibt es keine Reifen, die für jeden Zustand der Straßenoberfläche geeignet sind. Jeder Fahrer muss für seine Bedürfnisse den richtigen Kompromiss finden. Weiterhin gibt es keinen Grund die Reifengröße saisonal zu ändern. Kostengünstiger ist sicherlich die schmalere Version.

Autoreifen mit Stickstoff Stickstoff als Alternative zur normalen Druckluft

Viele Reifenhändler bieten heutzutage Reifenfüllungen mit Stickstoff an. Stickstofffüllungen sollen einen schnellen Luftverlust des Reifens verhindern. Durch den gleichbleibenden stabilen Druck im Reifen ergeben sich eine längere Laufleistung der Reifen sowie einen geringerer Kraftstoffverbrauch. Durch den gleichbleibenden Druck entsteht auch eine geringere Wärmeentwicklung, was die Stabilität des Reifens erhöht und das Unfall- und Pannenrisiko verringert. Eine Befüllung der Reifen ohne Sauerstoff soll die Fahreigenschaften verbessern und durch die bessere Stoßaufnahme den allgemeinen Lauf der Räder ruhig werden lassen. Ferner kann Felgen- und Ventilrost vermieden werden sowie eine Oxidation der Reifenkarkasse. Weiterhin soll die Fähigkeit der Runderneuerung besser sein und die Reifenbrandgefahr, da Stickstoff nicht brennt, kann ausgeschlossen werden.

Noch vor dem Jahr 2000 wurde das Gas Schwefelhexafluorid (SF6) für die Befüllung von Reifen eingesetzt. Das umstrittene Gas fördert den Treibhauseffekt, ist umweltschädlich und wurde vor Jahren zur Befüllung von Reifen verboten. Gegenwärtig nutzt man Stickstoff als Reifengas. Es wird aus Luft gewonnen und ist daher völlig unbedenklich. Für Menschen ist Stickstoff nur giftig, wenn sich eine größere Menge des Gases in kleinen Räumen befindet. Da Stickstoff Sauerstoff verdrängt besteht die Gefahr der Erstickung, deshalb sollte man immer für eine gute Belüftung sorgen. Stickstoff als Alternative zur normalen Druckluft ist zu 78 % in unserer Umgebungsluft enthalten. Bei diesem farb- und geruchlosen Gas handelt es sich auch um ein nicht brennbares Gas. Ein Gas, welches sogar brennende Flammen erstickt. Deshalb kommt Stickstoff als Reifenfüllung im Motor- und Radsport, bei Gefahrengut-Transporten, in der Luftfahrt oder im Bergbau zum Einsatz. Dadurch wird die Gefahr einer Brandentwicklung und Brandförderung bei einem Reifenplatzer verkleinert. Auch die Selbstentzündung des Reifens durch Minderdruck oder ähnlichem kann durch dieses Gas verhindert werden. Eine Anwendung von Stickstoff für die normale Reifennutzung ist nicht erforderlich.  Ziel der Reifenhersteller ist sicherlich Reifen anbieten zu können, die eine hohe Laufleistung besitzen sowie einen maximalen Nutzwert. Hierfür ist eine regelmäßige Wartung notwendig. Für den Fahrer bedeutet das eine regelmäßige Kontrolle des richtigen Reifendrucks unabhängig mit welcher Füllung. Auch wenn mit Stickstoff gefüllte Reifen einen geringeren Druckverlust vorweisen können, bewahrt die Füllung den Reifen nicht vor absoluten Druckverlust. Nageleinstiche, undichte Felgen oder Ventile, Undichtigkeiten zwischen Wulst und Felgen oder ähnliches sorgen auch bei mit Stickstoff gefüllten Reifen mit der Zeit für einen Minderdruck. Der Fülldruck der Reifen muss auch bei Stickstoff regelmäßig kontrolliert werden, denn ein Betreiben mit Minderdruck schädigt die Reifen. Stickstoff gefüllte Reifen können durchaus mit normaler Druckluft nachgefüllt werden. Allerdings mindert das die Qualität, weil dadurch Sauerstoffanteile in der Füllung sind.

Für gleichmäßigen Abrieb sorgen Gründe für unterschiedlich abgefahrene Reifen

Reifen die auf einer Seite abgefahren sindReifen gehören mit zu den wichtigsten Bauteilen eines Fahrzeuges, denn sie bilden den Kontakt zur Straße. Um eine sichere Fahrt zu gewährleisten muss der Reifen genügend Profiltiefe, den korrekten Luftdruck sowie keine Schäden aufweisen. Mit einer guten Wartung kann die Lebensdauer der Reifen verlängert werden. Aber die beste Pflege nützt irgendwann nichts mehr, wenn das Reifenprofil abgenutzt ist. Meistens ist die Abnutzung der Pkw-Reifen nicht immer gleichmäßig. Das kann unterschiedliche Gründe haben.

Ein nicht korrekter Luftdruck beeinflusst einen ungleichmäßigen Verschleiß an den Reifen. Bei zu niedrigem Druck im Reifen bekommt die Mitte der Lauffläche keinen Kontakt zum Boden. Das heißt, der Reifen läuft nur auf den beiden Außenrändern der Lauffläche, was zu unterschiedlich abgefahrenen Reifen führt. Ist der Luftdruck zu hoch kommt es nur mit der Mitte der Reifenlauffläche zu einer Berührung der Fahrbahn. Dadurch ist der Abrieb in der Mitte der Lauffläche stärker. Es kommt zu einer Verringerung der Kurvenstabilität und Reifenlebensdauer. Deshalb sollten alle zwei Wochen oder vor jeder längeren Fahrt der Luftdruck aller Reifen auch der des Reserverades geprüft werden. Das gilt auch für Reifen, die mit Stickstoff oder Reifengas gefüllt sind um einen gleichmäßigen Abrieb zu gewährleisten.

Neben dem normalen Verschleiß gibt es auch andere Situation in denen die Reifen der vorderen Achse ungleichmäßig verschleißen. Bei einer falschen Achseinstellung zum Beispiel ist der Abrieb der Reifen nicht identisch. Das können Gründe sein, wie eine nicht korrekte Einstellung von Sturz oder Nachlauf oder einer falschen Einstellung der Spur. In solchen Fällen sollte in einer Fachwerkstatt die Achse vermessen und gegebenenfalls korrigiert werden. Auch defekte Federn oder Stoßdämpfer können einen ungleichmäßigen Abrieb verursachen genauso wie eine Unwucht im jeweilig betroffenen Rad. Auch hier kann der Fachmann die Ursache beseitigen. Manchmal kann auch eine zu scharfe Fahrweise in den Kurven den Verschleiß an den Reifen beschleunigen. Hier hilft aber nur eine Veränderung der eigenen Fahrweise.

Reifen, die auf der Antriebsachse montiert sind, haben einen stärkeren Abrieb. Ein Tausch der Hinterreifen auf die Vorderachse oder umgekehrt ist jederzeit möglich, dabei können die Unterschiede gering gehalten und stärkere Abnutzungserscheinungen vermieden werden. Je nach Profiltiefe können die Reifen gleichmäßiger abgefahren werden. Von einem Tausch der Reifen von der linken Seite auf die rechte Seite sollte man allerdings absehen, denn diagonal sollte nie gewechselt werden. Die Hinterachse mit den schlechteren Reifen zu bestücken, erhöht die Schleudergefahr und damit ein erhöhtes Unfallrisiko. Das gleiche ist aber auch bei der Vorderachse der Fall.

Gute Reifen auf der Vorderachse bieten beim Bremsen und bei Aquaplaning mehr Sicherheit. Während gute Reifen an der Hinterachse für eine bessere Stabilität in Not- und Ausweichsituationen, wie zum Beispiel auf nasser Fahrbahn, sorgen. Bei Fahrzeugen mit ESP können Reifen mit geringen Profilunterschieden von vorne nach hinten und umgekehrt gewechselt werden, da das ESP-Programm die Schwächen korrigiert. Bei größeren Profilunterschieden kann ESP zum Beispiel bei schlechten Reifen an der Hinterachse, ein Ausbrechen in Notsituationen auch nicht mehr verhindern. Auch der Bremsweg wird bei schlechten Vorderreifen wesentlich länger. Aus Sicherheitsgründen sollte eine Kombination von Reifen mit deutlichem unterschiedlichen Verschleiß an der Vorder- und Hinterachse vermieden werden. In solchen Fällen ist es besser vier neue Reifen anzuschaffen.