Tank-Apps nützen nur wenig

Apps, die helfen, Spritkosten zu sparen, sind in Deutschland sehr beliebt. 25 Prozent aller Autofahrer nutzen ein solches Programm für ihr Smartphone. Doch ihr Nutzen ist umstritten. Ein Test der Zeitung „Welt“ zeigt nun, dass ihr Nutzen nur als gering bezeichnet werden kann.

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Foto: © Bernd Kasper/pixelio.de

 

Apps ähnlich aufgebaut

Die Zeitung „Welt“ hat sechs verschiedene kostenlose Tank-Apps getestet, die jedoch alle ziemlich gleich aufgebaut waren. Zudem ist es bei vielen Sprit-Sorten egal, zu welcher App man greift, da die Preisangaben für Super E5, E10 und Diesel aus derselben Quelle kommen. Ein Problem haben die Apps alle gemeinsam. Da die Daten von der Autofahrer-Community gesammelt werden, sind die Preisangaben für selten besuchte Tankstellen meist nicht aktuell. Punkten können die Apps durch verschiedene Zusatzfunktionen. So führt das Programm des ADAC den Autofahrer per Navigationssystem zu der Tankstelle, die am günstigsten ist. Die App von T-Online unterrichtet den Fahrer über die beste Tageszeit zum Tanken und berechnet die voraussichtliche Preisentwicklung.

In zwei Wochen einen halben Euro gespart

Bei den Preisangaben arbeiten alle Apps sehr genau, lediglich in den ersten fünf Minuten nach einer Änderung der Preise kommt es zu Abweichungen. Dies ist das Zeitfenster, das die Tankstellenbetreiber haben, um die Änderungen mitzuteilen. In den zwei Wochen des Tests konnte die „Welt“ insgesamt 50 Cent einsparen, aufs Jahr gerechnet haben Autofahrer, die im Durchschnitt 30.000 Kilometer zurücklegen, zehn bis 15 Euro mehr im Geldbeutel. Der Nutzen ist also gering. Die Autofahrer können auch ohne App sparen, wenn sie sich an eine einfache Binsenweisheit halten, die bei dem Test bestätigt wurde. So rät auch die „Welt“ immer erst nach Feierabend zu tanken, der Zeitpunkt, in der der Sprit am günstigsten ist, ist 19 Uhr. Am teuersten ist Kraftstoff zwischen 0 und 4 Uhr.

Tank-Apps nützen nur wenig
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