Telematik stößt auf Misstrauen

In den USA und Großbritannien sind individuelle Policen, die aufgrund von Daten erstellt werden, die durch eine Blackbox gesammelt und an die Versicherung geleitet werden, schon recht weit verbreitet. Nun sollen die sogenannten Telematik-Tarife auch in Deutschland Fuß fassen. Hier sträuben sich die Autofahrer allerdings und wollen davon nicht wissen.

 

Auto Leasing

Foto: © Thorben Wengert/pixelio.de

Bedenken wegen des Datenschutzes

Eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes Aris, die auf Bestellung des IT-Verbandes Bitkom durchgeführt wurde, ergab, dass nur neun Prozent der deutschen Fahrzeugbesitzer planen, in einen Telematik-Tarif zu wechseln. Mehr als zwei Drittel der Befragten äußerten sich hingegen skeptisch bis ablehnend. Als Grund gab jeder zehnte Skeptiker an, dass er sich Sorgen um den Datenschutz mache und er nicht wolle, dass die Daten ausgespäht würden. Die meisten Befragten lehnen die Telematik-Tarife allerdings ab, weil die Versicherungen zu kompliziert seien. Auch die zu geringe Einsparung gegenüber den herkömmlichen Versicherungen wurde genannt.

Bislang nur von einer Versicherung angeboten

Die deutschen Autofahrer sind somit bedeutend vorsichtiger als die Fahrzeugbesitzer in Österreich, Italien, Spanien, Großbritannien und den USA, wo die Telematik-Versicherungen weiter verbreitet sind. In der BRD wird der Tarif bislang nur von einer Versicherung angeboten, die Düsseldorfer Sparkassen Direkt Versicherung. Besonders beliebt ist die Telematik-Versicherung in den USA, wo sie nicht nur aufgrund der Ersparnisse bei den Tarifen geschätzt wird, sondern auch wegen der Überwachungsfunktion, da die Daten mittels einer App auch an den heimischen PC geschickt werden können.

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