Tempomat – zuviel Assistenz?

Fabian Forban / Pixelio.de

Fabian Forban / Pixelio.de

Wer häufig längere Fahrten unternimmt ist dankbar über den Tempomat. Die passende Geschwindigkeit ist schnell eingestellt, Fuß vom Gas und entspannt die Fahrt genießen. Genau diese Entspannung sorgt immer wieder dafür, dass Fahrer unaufmerksam werden und in Gefahrensituationen unter Umständen zu spät oder zu langsam reagieren. Die Folgen sind im besten Fall Auffahrunfälle mit geringem Schaden.

 

Studien belegen, dass die Nutzung vom Tempomat die Aufmerksamkeit verringert

Eine Französische Studie belegt, dass zu viel Fahrassistenz sich auf die Aufmerksamkeit der Autofahrer negativ auswirkt. Die Konzentration lässt bereits nach kurzer Zeit nach. Wer den Fuß auf dem Gaspedal hat muss sich konzentrieren und stets darauf achten, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten werden. Vor allem an einem Stau-Ende kann sich die Reaktion im Schnitt um eine Sekunde verzögern. Das bedeutet immerhin einen um 40 Meter verlängerten Bremsweg bei Tempo 130km/h.

 

Wie gehen Sie mit einem Tempomat richtig um?

Der richtige Umgang mit Fahrassistenzsystemen ist im Straßenverkehr sehr wichtig, denn er kann Unfälle verhindern. An Baustellen oder wenn der Verkehr etwas dichter ist, sollten Sie auf Ihr Tempomat besser gänzlich verzichten. Legen Sie lieber einmal mehr eine kurze Pause ein um der Aufmerksamkeit die Chance zu geben, sich etwas zu regenerieren. Wer häufig mit Tempomat unterwegs ist, wird „fauler“ beim Fahren. Überholmanöver werden riskanter durchgeführt und auch wird deutlich weniger gelenkt. Das kann sich auf die Fahrsicherheit negativ auswirken.

 

Geschwindigkeitsbegrenzer haben eine ähnliche Wirkung

So genannte Geschwindigkeitsbegrenzer übernehmen zum Teil auch wichtige Arbeit, die sonst der Fahrer erledigen muss. Die automatische Korrektur der Geschwindigkeit verleitet dazu, sich kaum noch auf das Fahren zu konzentrieren. Eine erste Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen konnte zwar kein gefährliches Fahrverhalten belegen, dennoch raten Fachleute dazu, die elektronischen Fahrassistenzsysteme nur wohldosiert anzuwenden und sich nicht zu sehr auf die Helferlein zu verlassen.

 

Tempomat – zuviel Assistenz?
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