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Tesla: Neue Batteriefabrik geplant

Der Erfolg des Fahrzeugherstellers Tesla ist beeindruckend und verblüfft selbst erfahrene Analysten. Und das Unternehmen hat große Pläne, die den Erfolg in absehbarer Zeit weiter ansteigen lassen. Der Elektroautohersteller hat nun in seinem Firmenblog angekündigt, eine riesige Fabrik für Batterien zu errichten.

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Foto: © Tim Reckmann/pixelio.de

Mehr Lithium-Ionen-Akkus als alle anderen Fabriken zusammen

Schon mehrfach hatte Elon Musk beklagt, dass er mehr Fahrzeuge verkaufen könnte. Doch seine Zulieferer machten ihm einen Strich durch die Rechnung, da sie mit der Akku-Lieferung nicht hinterherkämen. Dem will Tesla nun abhelfen. Das Vorhaben klingt gigantisch. Tesla plant, zwei Milliarden Dollar zu investieren, um eine sogenannte Gigafabrik aufzubauen, in der 6.500 Beschäftigte innerhalb von wenigen Jahren mehr Lithium-Ionen-Akkus herstellen sollen als alle derzeitigen Fabriken zusammen produzieren. Zudem soll das Vorhaben helfen, den Absatz der Fahrzeuge von Tesla auf eine halbe Million zu steigern. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen knapp 22.500 Autos verkauft. Die neue Fabrik soll ihre Arbeit ab 2017 aufnehmen.

Kooperation mit Panasonic

Dass ein Vorhaben dieser Größe trotz aller Erfolge des Unternehmens nicht von Tesla allein gestemmt werden kann, ist nachvollziehbar. Also hat sich der Fahrzeughersteller Partner gesucht. Die hat er in Japan gefunden, Panasonic will sich an dem Vorhaben, für das eine Gesamtinvestition von bis zu fünf Milliarden Dollar notwendig ist, beteiligen. Doch nicht alle sehen die Pläne des Wunderkinds Elon Musk positiv. Auch in Deutschland warnen einige Experten, dass die deutschen Fahrzeughersteller durch Teslas rasante Entwicklung vom Markt gedrängt werden.

Investitionen sind dringend nötig

Bislang hat es kein deutsches Unternehmen geschafft, ein Elektroauto zu bauen, das dem Model S in puncto Reichweite und Akkutechnik aufnehmen kann, warnt unter anderem die Online-Ausgabe des Manager-Magazins. Auch im Bereich der Lithium-Ionen-Batterien kämpfen die deutschen Unternehmen, die sich bei den notwendigen Investitionen zurückhalten, mit Schwierigkeiten. Findet kein Umdenken in der deutschen Automobilindustrie statt und wird nicht bald in die Entwicklung der Akkus investiert, könnten die Autobauer im Bereich der Elektromobilität sehr bald ins Hintertreffen geraten.

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