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Unfallkamera als Beweismittel zugelassen

Bislang sind Autofahrer bei einem Unfall auf Augenzeugen angewiesen gewesen, um den Unfallhergang aufzuklären. Doch dies könnte sich nun ändern. Die Aufgabe, die Umstände eines Crashs aufzuklären, kann nun auch eine Unfallkamera übernehmen.

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Künftig kann bei einem Unfall eine Kamera als Augenzeuge dienen Foto: © Wilhelmine Wulff/pixelio.de

Der Elektronikhersteller Mio hat ein entsprechendes Gerät namens Mivue entwickelt. Die Kamera ist 70 Gramm leicht und wird im Innenraum an die Windschutzscheibe montiert. Von dort aus dreht die Kamera hochauflösende Videos vom Verkehr. Das Gerät ist mit einem 120-Grad-Weitwinkelobjektiv ausgestattet, das das Geschehen von gleich mehreren Fahrbahnen erfasst.

Die Filme können, solange es zu keinem Unfall gekommen ist, am PC kopiert oder gelöscht werden. Findet ein Crash statt, ist dies allerdings nicht mehr möglich. Die Videos werden gesperrt, sobald der in die Kamera eingebaute Beschleunigungssensor eine plötzliche Richtungsänderung oder einen Aufprall registriert. Eine Bearbeitung der Filme wird nicht mehr zugelassen, um eine Manipulation zu vermeiden. Auf diese Weise kann die Kamera als objektiver Zeuge fungieren. Als tragbare Kamera ist das Gerät auch geeignet, um Fotos von dem Unfall zu schießen.

Neben dem Unfallgeschehen registriert die Kamera auch Richtung und Geschwindigkeit des Fahrzeugs. Mittels GPS wird auch der jeweilige Standort des Fahrzeugs gespeichert. Zudem bietet das Gerät eine Warnfunktion vor Blitzern. Da dies allerdings in Deutschland und der Schweiz nicht zugelassen ist, musste der Hersteller diese Funktion für diese beiden Märkte deaktivieren.

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