Unfallwagen oder nicht?

Gerade beim Kauf eines Gebrauchten ist das mit der Bezeichnung Unfallfrei immer so eine eine Sache, aber nicht nur bei Autos von Privat kann man sich nicht unbedingt sicher sein, auch bei Händlern, stehen genug geschminkte Leichen herum. Und viele Verkäufer kennen sich aus und haben es schon drauf, Unfallschäden zu vertuschen. Vertrauen ist somit gut, Kontrolle aber besser. Wie erkenne ich denn einen Unfallwagen? Hierfür gibt es ein paar einfache Tricks. Als aller erstes, sollte das gute Stück nicht in den Abendstunden, bei Dämmerung oder gar Nachts angeguckt werden, also immer bei Tageslicht, selbst Profis sehen im Dunkeln nicht, ob es sich um einen Unfallwagen handelt. Zu verschenken hat keiner was, wird das Auto zu billig oder weit unter den üblichen Preisen angeboten, sollte man doch sehr misstrauisch sein.

Ist es nun ein Unfallwagen oder nicht? Machen wir einen kleinen Rundgang um’s Auto:

  • Gummidichtungen an Fenstern, Hauben oder Heckklappen: Findet sich dort Farbnebel, wurde Lackiert, serienmäßig gibt es den nicht.
  • Hauben und Türen auf: Sitzen Schrauben und Muttern noch am rechten Platz? Wurden sie gelöst, sieht man das an den Abdrücken, nun besteht der Verdacht, das hier etwas ausgetauscht wurde und es sich um einen Unfallwagen handelt.
  • Spaltmaße: Verdächtig sind zu große und ungleichmäßige Abstände.
  • Tür und Kofferraumpfalze: Sind Knicke oder komische Schweißnähte ( z.B. nur auf einer Seite ) zu sehen, kann es  ein Unfallwagen sein.
  • Lack: An nachlackierten Stellen, ist die Lackschicht dicker als an den anderen Teilen, mit einem Messgerät kommt man dem Unfallwagen schnell auf die Schliche.
  • Autoscheiben und Glas: Auf Herstellerbezeichnungen achten, z.B. an den Scheiben und den Leuchten, passen sie nicht wurde ausgetauscht.
  • Fahrwerk: Sind Fahrwerkskomponenten Banane oder Achsen lassen sich nicht einstellen, gab es einen Treffer.                                                      
  • Magnettest: Ein normaler Magnet am so einen für den Kühlschrank ist ganz cool, denn er enttarnt gespachtelte und überlackierte Stellen am Blech.

Mit diesen Tricks, kann man einen Unfallwagen entlarven, aber auch auf die Fahrzeugpapiere achten, ein fehlendes Scheckheft ist schon mal blöd und auffällig neue Papiere zu einem älteren Auto, können darauf schließen lassen, dass das Auto mal länger aus dem Verkehr gezogen wurde. Um ganz sicher zu sein, dass man sich keinen Unfallwagen unterjubeln lässt, einfach einen Gebrauchtwagencheck, bei den bekannten Überwachungsvereinen machen lassen, kostet ein paar Euro, dafür kauft man nicht die Katze im Sack. Auch ganz gut ist es den Vorbesitzer zu fragen ob es ein Unfallwagen ist und mit dem Verkäufer darüber zu sprechen, im Vertrag sollte Unfallfrei stehen, möchte der Verkäufer das nicht, weil das Auto mal einen kleinen Rempler hatte, ist es ein Unfallwagen, auf jeden Fall den Schaden genau beschrieben im Vertag festhalten.

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