Ungeliebte Cabrios

In Deutschland gehören Cabriolets weiterhin zu den begehrtesten Fahrzeugen. Nicht nur das. Mit BMW, Mercedes Benz und Volkswagen stellt Deutschland sogar die weltweiten Marktführer im Cabriosegment. Doch damit stellt Deutschland allerdings eine kleine Insel im weltweiten Meer des Desinteresses dar. Der Cabriomarkt stockt allerorten.

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In Deutschland stoßen Cabriolets auf ungebrochenes Interesse. Im Rest der Welt sieht es allerdings anders aus Foto: © GM Company

 

Deutschland Cabrioland

Deutschland ist Cabrioland. Zu Beginn der Saison 2013 waren knapp 1,9 Millionen Cabriolets angemeldet. Im Laufe des Jahres stieg deren Anzahl noch einmal um knapp 70.000 Stück. Damit ist Deutschland das einzige Land, das den weltweiten Trend nicht mitmacht. In den letzten Jahren ist der Markt der Branche eingebrochen. 2013 hat sich der Markt zwar beruhigt, liegt jedoch immer noch unter den Prognosen der Experten. Daran soll sich auch mittelfristig nichts ändern.

BRIC-Staaten haben kein Interesse

Der allgemeine Fahrzeugmarkt konnte sich dank der sogenannten BRIC-Staaten, also die aufstrebenden Regionen Brasilien, Russland, Indien und China, fangen. Allerdings geht in diesen Ländern wie in vielen anderen Märkten auch, der Trend eher Richtung SUV. Cabriolets werden gewöhnlich links liegen gelassen. Zudem werden Cabriolets immer noch als Freizeitautos und Zweitwagen statt als vollwertige Fahrzeuge gesehen. Auch das bremse den Markt.

Hersteller weiter vom Cabrio überzeugt

Experten zufolge werden die aufstrebenden Wirtschaftsnationen auch weiterhin kaum zum Cabriolet greifen. Denn um oben ohne zu fahren, ist neben vielen anderen Dingen auch frische Luft notwendig. Und die ist in vielen Regionen Chinas oder Indiens Mangelware. Und in Brasilien ist ein Stoffdach bei der hohen Verbrechensrate einfach zu unsicher. Dennoch wollen die Hersteller nicht vom Cabriolet lassen, da die Fahrzeuge die Marken entscheidend mitprägen. Dank Modulbauweise wird die Herstellung von Cabriolets auch immer einfacher. Sie können nun von den gleichen Bändern laufen wie die übrigen Modelle. So verwundert es kaum, dass das Angebot weiter wächst. Allein in diesem Jahr konnten die Kunden aus mehr als 60 verschiedenen neuen Cabriolets wählen.

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