Kraftstoff Biosprit E10

Ungeliebtes E10

Benzin aus nachwachsenden Rohstoffen, Umweltfreundlichkeit – die Ziele waren hoch gesteckt, als der Biokraftstoff E10 eingeführt wurde. Doch bereits warnten damals schon kritische Stimmen vor dem Benzin. Sie scheinen Recht zu behalten, die Autofahrer lassen die Finger von dem Biosprit. Ein Durchbruch ist nicht abzusehen.

 Kraftstoff Biosprit E10

Weit unter den Erwartungen

In den vergangenen beiden Jahren konnte stieg der Absatz des Biokraftstoffes zwar leicht an, doch es ist immer noch ein Nischenprodukt, die Autofahrer sind einfach nicht zu überzeugen. Der Anteil von knapp 15 Prozent am gesamten deutschen Benzinmarkt liegt weit unter der vor drei Jahren erwarteten Menge, die sich die deutschen Autofahrer in die Tanks füllen. Damals ist man davon ausgegangen, dass E10 in kurzer Zeit der meistgetankte Kraftstoff in Deutschland sein wird. Zumal der Biosprit doch um einiges günstiger verkauft wurde als herkömmlicher Kraftstoff aus fossilen Quellen.

Umweltfreundlichkeit wird zunehmend bezweifelt

Die Gründe sind vielfältig. Sowohl die Automobilclubs als auch die Fachpresse sprachen dem Biosprit ab, die Leistungsfähigkeit der bisherigen Benzinsorten zu erreichen. Zudem warnten sie vor möglichen Schäden an Motor oder Einspritzanlagen. Diese Befürchtungen sind nun zwar hinfällig geworden doch dafür sind neue aufgetaucht. Gerade das stärkste Argument, die Umweltfreundlichkeit, wird mehr und mehr bezweifelt. Denn um das lukrative E10 herzustellen, werden zunehmend Flächen benötigt, um die notwendigen Pflanzen anzubauen. Darunter leiden die Naturräume. Auch mit der Lebensmittelherstellung steht die Energieproduktion in starker Konkurrenz. Die Mineralölbranche schraubt ihre Erwartungen nun deutlich zurück. Auch in der Politik macht sich Ernüchterung breit. Man will nun die Ausbauziele der EU für die Biokraftstoffe genauestens prüfen.

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