Unter Druck

Keine andere Technologie im Automobilbau, ist so weit verbreitet, wie das Common-Rail-System. Die Dieseleinspritzung, wurde von Bosch entwickelt und vorgestellt. Erstmalig bei Alfa Romeo und Mercedes verbaut, ist dieses System heute bei den meisten Herstellern Standard. Die Common-Rail, was gemeinsame Hochdruckleitung für alle Zylinder heißt, ist bei Dieselmotoren gar nicht mehr wegzudenken. Der erste Diesel-PKW, war ein Mercedes 260D von 1936. Die seit dem eingesetzte Dieselpumpe, wird im Automobilbau heute nicht mehr verwendet, ebenso wie das Pumpe-Düse System von Volkswagen und Rover. Das preiswerte Common-Rail-System, ist bei den meisten Motoren am Zylinderkopf befestigt und wird z.B. über die Nockenwelle angetrieben. Die Hochdruckpumpe des Systems, erzeugt einen sehr hohen Einpritzdruck, von bis zu 2500bar. Der Kraftstoff, gelangt über den Injektor, der aus einem Steuerteil und dem Düsenmodul besteht, in den Brennraum. Er sorgt für die Zerstäubung und Verteilung des Kraftstoffs.Die aktuelle Version der Injektoren, ist der Piezo-Injektor, in dessen Steuerteil sich piezoelektrische Kristalle befinden. Liegt an den Kristallen Spannung an, dehnen sie sich im Millionstelsekunden-Bereich aus und öffnen den Injektor. Dies ermöglicht die genaue Steuerung des Einspritzvorgang´s, was wichtig für die Laufruhe des Motors und die Schadstoffbilanz ist. Zusammen mit Rußfiltern und den scharfen Abgasnormen, erhöhen sich die Anforderungen an die Common-Rail-Systeme, weshalb sie ständig weiter verbessert werden. Die präzise Einspritzung unter hohem Druck, sowie die Turbotechnik, ermöglichen viel Leistung und geringen Schadstoff-Ausstoß. Durch das hohe Drehmoment hat sich der Diesel von der Verkehrsbremse zum Sportler entwickelt.

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