Volvo S80: Luxus auf Schwedisch

In der oberen Dienstwagenklasse kämpft das bekannte Trio aus Deutschland um Marktanteile. So werden in Führungsetagen gerne 5er BMW, Mercedes E-Klassen oder Audi A6 als Firmenlimousinen beschäftigt. Seit 1998 möchte auch Volvo in dieser oberen Mittelklasse um die Käufergunst mitmischen. Als neues Top-Modell schufen die Schweden zu diesem Zweck den S80, der sogar eine eigene größere Plattform spendiert bekam. Später folgten auf dieser Grundlage die Modelle S60, V70 und die SUV XC70 und XC90. Auch gebraucht ist die Volvo-Oberklasse kein echtes Schnäppchen, gute Qualität verspricht jedoch eine weitestgehend mängelfreie Laufleistung.

Woran denkt man bei Volvo zuerst? Natürlich, neben den Fünfzylindern stehen die Schweden besonders für die große Rücksicht auf aktive und passive Sicherheit. Auch beim S80 machte man bei Volvo in diesem Punkt keine Ausnahme und verbaute neue Kopf-Schulter-Airbags und ein Schutzsystem gegen Schleudertrauma. Im Innenraum gelingt es dem S80 durch Wertigkeit und Platzangebot zu überzeugen. Platz für Gepäck ist dagegen knapp bemessen, hier liegt der Volvo hinter seinen direkten Konkurrenten.

Im Fahrbetrieb präsentiert sich der Volvo S80 als exzellenter Gleiter, in puncto Komfort schneidet die Limousine sehr gut ab. Auch der Trend der Sportlichkeit hat den Volvo bisher noch nicht erreicht, weshalb man ihm größere Seitenneigung und eine leicht unpräzise Lenkung verzeihen kann. Technisch deutlich verbessert wurde das Spitzenmodell mit dem Generationswechsel im Jahr 2006. Seitdem finden sich ein aktives Fahrwerk, ein Abstandssystem, ein Bremsassistent, ein Assistent zur Überwachung des toten Winkels und Bi-Xeon-Scheinwerfer an Bord der Limousine. Neben der technischen Ausstattung wurde mit dem neuen Modell auch die Motorenpalette überarbeitet. Fanden sich beim Vorgänger nur Fünf- und Sechszylinder mit Fronantrieb im Angebot, hat das aktuelle Modell auch einen 4,4-Liter-V8 mit Allradantrieb im Programm. Wer so viel Leistung nicht benötigt, der tut Umwelt und Geldbeutel etwas Gutes und greift zu einem der 2- oder 2,4-Liter-Diesel mit 136 bis 215 PS.

In seiner Haltbarkeit gibt der Volvo ein gutes Bild ab. Karosserie und Elektronik spielen über lange Zeit mit, nur die Bremsen und Achsen leiden unter hohem Verschleiß. Hier lohnt sich vor dem Kauf eine Überprüfung, sonst drohen weitere Ausgaben. Die erste Generation des Volvo S80 beginnt bei etwa 4.000 Euro für einen Basisbenziner aus dem Jahr 2002. Ein aktuelleres Modell (Baujahr 2005) mit großer Motorisierung liegt dagegen noch bei knapp 13.000 Euro. Für den Kauf eines Modells der zweiten Generation muss man etwa 14.000 Euro einplanen, der V8 beginnt erst bei 17.000 Euro.

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