Vorausschauendes Fahren

Generationen von Fahrschülern bekamen es eingebläut. Vorausschauendes Fahren ist einer der wichtigsten Grundsätze, um Unfälle zu vermeiden. Doch was derzeit von Professor Michel Ferreira an der Universität Porto erforscht wird, hebt das Prinzip des „Vorausschauenden Fahrens“ auf die nächste Ebene. Dank „Augmented Reality“ soll es Autofahrern künftig möglich sein, alles vor sich überblicken zu können – auch durch vorausfahrende Fahrzeuge hindurch.

 

Schnell den Überblick verloren

Eine lange, kurvige Strecke und ein langsam fahrender Transporter oder ein Sonntagsfahrer, der schon eine lange Reihe von Verfolgern hinter sich herzieht, sind ein Ärgernis, wenn man es eilig hat. Doch das Überholen ist durch die behinderte Sicht unmöglich. Manche spielen jedoch auf Risiko. Und riskieren damit oft folgenschwere Unfälle, die zumeist auch Unbeteiligte in Mitleidenschaft ziehen.

Vision des gläsernen Fahrzeugs

Dieses Risiko soll mit der neuen Technik von Professor Michel Ferreira minimiert werden. Der Wissenschaftler arbeitet derzeit an der Universität Porto an einem Projekt, das die Vision vom gläsernen Fahrzeug Wirklichkeit werden lassen soll. Möglich werden soll dies mittels einer kleinen Kamera im vorausfahrenden Fahrzeug und einer Menge Programmierarbeit. Die Kamera im vorausfahrenden Fahrzeug zeichnet auf, was sich in dessen Blickfeld befindet. Die Boardcomputer beider Fahrzeuge installieren spontan eine Funkverbindung und das vorausfahrende Fahrzeug überträgt die Daten auf das nachfolgende.

Erfolgreiche Prototypen

Dies soll natürlich nicht automatisch geschehen, um den Fahrer nicht zu irritieren. Das System wird initialisiert, wenn der Fahrer den Blinker setzt und der Boardcomputer die Absicht des Überholvorgangs registriert. Das Prinzip namens Car-to-Car-Communication wird schon seit einigen Jahren erforscht und scheint nun vor der Vollendung zu stehen. Zumindest deutet in Porto einiges darauf hin. Die Forscher der dortigen Universität haben die ersten Prototypen bereits erfolgreich testen können. Allerdings fehlt es derzeit noch an der passenden Projektionstechnik.

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