VW Golf Cabrio: Kult-Cabrio

Wenn die ersten Sonnenstrahlen auf die Erde treffen und das Thermometer in den Plus-Bereich gewandert ist, dann beginnt auch die Saison des offenen Autofahrens wieder. Dafür bestens geeignet ist die Cabrio-Version des beliebten Kompaktwagens VW Golf. Die wird zwar seit 2002 nicht mehr gebaut und viele Modelle sind schon Old- und Youngtimer, auf dem Gebrauchtwagenmarkt herrscht allerdings noch eine rege Nachfrage nach dem zuverlässigen Oben-Ohne-Wagen. Außerdem könnte die für Sommer 2011 geplante Einführung eines neuen Golf Cabrios auf Basis der sechsten Golf-Generation die Nachfrage auch nach der alten Generation weiter steigern.

Die letzte VW Golf Cabrio-Serie wurde von 1998 bis 2002 trägt zwar das Design der vierten Golf Generation, basiert jedoch technisch auf dem Golf III. Optisch fällt bei der Cabrio-Version sofort der Überrollbügel ins Auge, der auch den Spitznamen „Erdbeerkörbchen“ erklärt. Der Innenraum des Cabrios überzeugt mit gutem Platzangebot. Auch in der zweiten Reihe ist im Gegensatz zu anderen offenen Konkurrenten ausreichend Platz für erwachsene Mitfahrer. Der Kofferraum schrumpft allerdings deutlich und kann nicht mit den normalen Golf-Modellen mithalten. Auch der Einstieg in die zweite Sitzreihe gestaltet sich aufgrund des Überrollbügels und des Verdecks schwierig.

Der Fahrkomfort ist auch im Cabrio bequem und auf Golf-Niveau. Das Fahrwerk ist komfortabel und gleichzeitig sicher abgestimmt. Auch die Fahrgeräusche dringen bis 100 km/h nur stark gedämmt in den Innenraum, bei Autobahnetappen wird es dagegen schnell nervig. Die Zuverlässigkeit des Cabrios wird als gut beschrieben. Vernünftige Rostvorsorge und haltbares Stoffverdeck machen den Wagen zum unkomplizierten Begleiter. Einzig Fahrwerk und Bremsanlage sollten beim Kauf auf Standschäden kontrolliert werden.

In der Motorenpalette des offenen Golf finden sich neben sieben Benzinmotoren auch ein 1,9-Liter-Dieselmotor mit 90 oder 110 PS. Grundsätzlich empfiehlt es sich beim Golf Cabrio die starken Motorisierungen in Betracht zu ziehen. Das 1,7 Tonnen schwere Auto gerät erst bei dreistelligen PS-Werten in Fahrt. Diese bietet neben dem neueren Diesel auch der 2-Liter-Benziner mit 115 PS.

Die Auswahl des richtigen Exemplars gestaltet sich besonders beim VW Golf Cabrio schwer. Viele Sondermodelle und der Kult- und Youngtimeraufschlag machen es schwer ein gutes Modell zu annehmbarem Preis zu finden. Wer ein neueres Cabrio aus dem VW-Konzern sucht, der sollte zum Eos greifen oder auf den für 2011 angekündigten Nachfolger warten.

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