Wagenheber im Motorsport: Luftheber

Der Rennwagen kommt in die Boxengasse, steuert seine Box, kommt zum Stehen und wie von Zauberhand heben vier Stempel den Wagen in die Höhe. Die Boxencrew wechselt die Räder, erledigt die restlichen anfallenden Arbeiten und der Wagen senkt sich wieder und rast davon.

LuftheberJeder Tuningfreund sagt – wie ich vor einiger Zeit auch – so etwas wie “Cool, das muss ich haben!” Natürlich ist die Idee ganz lustig, bei einem zum Beispiel anstehenden Wechsel von Sommerreifen auf Winterreifen nicht mehr den alten Scherenwagenheber aus dem Kofferraum oder den billigen Rangierwagenheber aus dem Baumarkt peinlichst genau an der richtigen Stelle unter dem Wagen zu platzieren, damit man nichts beschädigt.

Doch so einfach ist das Ganze nicht. Zuerst stellt sich das Problem der Suche ein. Wonach sucht man, wie heißen die Dinger, wo bekommt die und wie funktionieren sie? Und da kommen wir der Sache schon näher. Es sind so genannte Luftheber, die man im Motorsportzubehör bekommt. Und das ist auch das Problem, denn wie man unschwer erraten kann, sind diese Luftheber im Bereich der StVZO oder StVO nicht erlaubt. Die Betriebserlaubnis des Wagens erlischt sofort.

Außerdem steckt im Namen schon das nächste Problem: Luftheber heißt, dass diese Wagenheber mit Luftdruck arbeiten. In der Boxengasse wie in jeder Werkstatt üblich gibt es einen Kompressor der den benötigten Luftdruck beispielsweise für die zum Reifenwechsel benötigten Schlagschrauber bereitstellt. Dieser versorgt auch die Luftheber über einen Anschluss am Fahrzeug mit Luft. Im Bild ist der aufgesetzte Stutzen mit Schlauch im auf der Beifahrerseite ganz gut zu sehen.

Somit sind diese Systeme nur in nicht straßenzugelassenen Fahrzeugen zu verwenden. Zur Sicherung gibt es übrigens noch Metallvorrichtungen, die um die Heber gelegt werden, falls man Arbeiten unter dem Fahrzeug ausführen muss und warum auch immer der Luftdruck abreißen sollte. Sicherlich eine gute Investition in diesem Zusammenhang.

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