Wenn das Auto für einen denkt

washington_spokane_drive_761725_h

(Foto: Matt Reinbold)

Viele von uns kennen wohl noch Knight Rider. Das schwarze, schlaue Auto mit den Namen Kit hatte Witz, aber vor allem hat es für den Fahrer einiges an Aufgaben abgenommen. Was damals Fiktion war, ist heute Realität. Ok, das mit dem Humor funktioniert noch nicht ganz, aber „aufmerksamkeitsbetriebene“ Autos werden in Zukunft Standard sein. Was sie können, erfahren Sie hier.

Ein großer Teil der Verkehrsunfälle passieren, weil die Fahrer unaufmerksam sind. Das könnte man vermeiden, wenn diese Fahrer ein Auto fahren würden, das automatisch auf die schwindende Konzentration des Fahrers reagiert. Australische Forscher entwickeln ein System für Autos, dass die Konzentration des Fahrers durchgehend beobachtet. Dafür misst es die Hirnströme des Fahrers über einen Helm, den der Fahrer tragen muss. Dieser beinhaltet 14 Sensoren. Wird dieser messbar unkonzentrierter verlangsamt das Auto die Fahrgeschwindigkeit.

Testphase war aufschlussreich

Selbstverständlich haben die Forscher das System bereits getestet. Dafür haben sie unterschiedliche Fahrer in verschiedene Situationen gebracht. Einige mussten beispielsweise während der Fahrt mit dem Handy telefonieren oder auf dem Radio nach einem Sender suchen. Wiederum andere durften nur langweilige 15 km/h geradeaus fahren. Die Forschen zeichneten dabei die unterschiedliche Hirnaktivität auf, berichtete der Forschungsleiter Geoffrey Mackellar, und missten, was passiert „wenn die Fahrer sich ausblenden“.

Reelle Bedingungen

Nach Auswertungen der Ergebnisse plant man nun eine Testfahrt auf reellen Straßen. Die Strecke führt durch den Bundesstaat West Australia. Hier geschehen überproportional viele Unfälle. Beauftragt wurde das Team vom Königlichen Automobilclub RAC. Sie erhoffen sich so, neue Erkenntnisse über Gefahrenquellen aufzudecken und gezielt bekämpfen zu können. Unkonzentriertheit soll nicht mehr die häufigste Todessache im Verkehr sein, laut RAC.

Wenn das Auto für einen denkt
Bewerten Sie den Artikel