Wie viel Kunst kann in einem Auto stecken?

Foto: Willsheer

Foto: Willsheer

Art-Cars, so nennt man die geschaffenen Kunstwerke, die sich mit vier Rädern fortbewegen und sie beschreiben eine ganz individuelle Tuningklasse. Hier mal ein Art Car, das sich wirklich sehen lassen kann.

Hier sehen Sie das legendäre Kult-Auto VW Käfer als einmaliges Kunstwerk – komplett im Holz-Look gefertigt. Der VW Käfer ist aus der Automobil-Geschichte nicht wegzudenken. Von 1938 bis zum 5. Juli 2003 (Ende der Produktion in Mexiko) wurden genau 21.529.464 Exemplare gebaut. Damit war eine Ära beendet. Das Auto war schon zu seinen „Lebzeiten“ eine Legende. Unzählige Spezial-Firmen oder Käfer-Fans modifizierten ihn und bauten witzige, teilweise skurrile Exemplare.

So auch Momir Bojić aus Bosnien & Herzegowina, der einen Käfer im Holz-Look auf die Räder gestellt hat. 18 Monate brauchte der Rentner Bojić, ehe er sein “Traumauto” fertiggestellt hatte. Natürlich hatte er vorher Erfahrungen mit der Verwendung von Holzmaterialien, aber ein Auto mit Holz zu bearbeiten, war vollkommen neu für ihn. Über 20.000 Eichen-Holzteile verwendete er. Dabei achtete er wirklich auf jedes Detail. Die einzelnen Holzteile trug er dann per Kleister auf die abgeschliffene Metall-Karosse auf, nicht ohne dass das Dach des 1975er-Käfers vorher „abgesägt“ worden war. Jede Menge Arbeit, die sich aber, wenn man sich das Endergebnis anguckt, wirklich gelohnt hat.

So entstand aus der ursprünglichen Limousine ein Cabriolet. Was die Technik des Autos angeht, wurde nicht der originale Motor eingebaut, sondern ein ähnlicher Vierzylinder mit Luftkühlung. Ansonsten blieb alles beim Alten (z.B. Bremsen, Getriebe etc.). Das Beste ist, dass das Auto für den normalen Straßenverkehr zugelassen ist. Wenn er damit nicht auffällt, mit was dann?

Wie viel Kunst kann in einem Auto stecken?
Bewerten Sie den Artikel